Elektromobilität ist ein zentraler Baustein der Energiewende und wird von der Bundesregierung und der EU mit umfangreichen Förderprogrammen unterstützt. Ob für den Kauf eines Elektroautos oder den Aufbau einer Ladeinfrastruktur – sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen können von attraktiven Zuschüssen profitieren. Im Folgenden erfahren Sie, welche Fördermittel Ihnen zur Verfügung stehen und wie Sie diese optimal nutzen können.

 

1. Umweltbonus der BAFA: Förderung für Elektroautos

Der Umweltbonus ist eines der bekanntesten Förderprogramme für den Kauf von Elektrofahrzeugen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt diesen Zuschuss, um die Anschaffung emissionsfreier Fahrzeuge attraktiver zu machen.

Förderfähige Fahrzeuge:

  • Vollelektrische Fahrzeuge (BEV): Fahrzeuge, die ausschließlich elektrisch betrieben werden.
  • Plug-in-Hybride (PHEV): Hybridfahrzeuge mit einer bestimmten Mindestreichweite im elektrischen Betrieb (Förderung jedoch seit 2023 eingeschränkt).

Förderhöhe (Stand 2024):

  • Bis zu 4.500 Euro für reine Elektrofahrzeuge (BEV).
  • Zusätzlicher Anteil der Hersteller senkt den Kaufpreis.

Voraussetzungen:

  • Der Nettolistenpreis des Fahrzeugs darf einen bestimmten Grenzwert (aktuell 45.000 Euro) nicht überschreiten.
  • Der Antrag muss nach Zulassung des Fahrzeugs online beim BAFA gestellt werden.

Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf die BAFA-Liste förderfähiger Fahrzeuge, um sicherzugehen, dass Ihr Wunschfahrzeug die Kriterien erfüllt.

 

2. Förderung von Ladesäulen: Unterstützung für Unternehmen

Unternehmen, die in eine eigene Ladeinfrastruktur investieren, können von speziellen Förderprogrammen profitieren. Ziel ist es, die Verfügbarkeit von Ladestationen sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden zu erhöhen.

Förderfähige Maßnahmen:

  • Installation von AC- und DC-Ladestationen.
  • Anschluss an das Stromnetz inklusive Transformatoren.
  • Integration von Ladesäulen in das Energiemanagementsystem des Unternehmens.

Förderhöhe:

  • Bis zu 50 % der Investitionskosten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
  • Bis zu 25 % für große Unternehmen.

Wichtige Programme:

  • Bundesförderung für Ladeinfrastruktur für Unternehmen: Gefördert durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV).
  • Regionale Förderprogramme: Viele Bundesländer bieten zusätzliche Zuschüsse für Ladeinfrastrukturprojekte.

Tipp: Nutzen Sie das Angebot von Energieberatern oder spezialisierten Dienstleistern, um den Förderantrag korrekt auszufüllen und die Kosten für Ihr Projekt optimal zu planen.

 

3. KfW-Programm 441: Zuschüsse für private Ladesäulen

Die KfW-Bank bietet speziell für Privatpersonen Zuschüsse für die Installation von Ladeinfrastruktur auf dem eigenen Grundstück an.

Förderfähige Maßnahmen:

  • Anschaffung und Installation von Wallboxen mit einer Ladeleistung von bis zu 11 kW.
  • Kosten für den Anschluss an das Stromnetz.

Förderhöhe:

  • 900 Euro pro Ladepunkt.
  • Maximal förderfähig sind 50 % der Gesamtkosten.

Voraussetzungen:

  • Die Ladesäule muss mit Ökostrom betrieben werden.
  • Der Antrag muss vor dem Kauf und der Installation gestellt werden.

Tipp: Prüfen Sie, ob Ihr Stromanbieter spezielle Tarife für die Nutzung von Wallboxen anbietet, um langfristig zusätzlich zu sparen.

 

4. Elektromobilität im öffentlichen Raum: Förderung für Kommunen

Auch Städte und Gemeinden profitieren von speziellen Fördermitteln, um den Ausbau der Elektromobilität voranzutreiben. Ziel ist es, öffentliche Ladeinfrastruktur auszubauen und den Einsatz von Elektrofahrzeugen im kommunalen Fuhrpark zu fördern.

Förderfähige Maßnahmen:

  • Aufbau von öffentlichen Ladestationen.
  • Elektrifizierung des kommunalen Fuhrparks (z. B. Müllfahrzeuge, Busse).
  • Integration von E-Carsharing-Angeboten.

Förderhöhe:

  • Bis zu 80 % der Kosten für Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum.
  • Förderprogramme wie das Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ richten sich gezielt an Kommunen und lokale Unternehmen.

Voraussetzungen:

  • Antragsteller müssen nachweisen, dass die Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität beitragen.

Tipp: Kommunen können sich auch mit lokalen Energieversorgern zusammenschließen, um Projekte gemeinsam umzusetzen.

 

5. Steuerliche Vorteile für Elektroautos

Neben direkten Zuschüssen gibt es für Unternehmen und Privatpersonen auch steuerliche Vorteile, die den Umstieg auf Elektromobilität erleichtern.

Vorteile für Unternehmen:

  • Sonderabschreibung: Elektrofahrzeuge können innerhalb eines Jahres steuerlich abgeschrieben werden.
  • Dienstwagenbesteuerung: Für rein elektrische Dienstwagen gilt ein reduzierter Steuersatz von nur 0,25 % des Bruttolistenpreises (statt 1 % bei Verbrennern).

Vorteile für Privatpersonen:

  • Befreiung von der Kfz-Steuer: Elektroautos sind für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren von der Kfz-Steuer befreit.

Tipp: Informieren Sie sich bei Ihrem Steuerberater über weitere Möglichkeiten, wie Sie steuerliche Vorteile nutzen können.

 

So beantragen Sie Fördermittel für Elektromobilität erfolgreich

Um Fördermittel zu erhalten, sollten Sie folgende Schritte beachten:

  1. Planung: Prüfen Sie zunächst, welche Förderprogramme für Ihr Vorhaben infrage kommen.
  2. Antragstellung: Stellen Sie sicher, dass alle benötigten Unterlagen vollständig und fristgerecht eingereicht werden.
  3. Nachweise einreichen: Halten Sie Rechnungen und technische Nachweise bereit, um die Förderung abzurufen.

 

Fazit: Nutzen Sie die Chancen der Elektromobilität

Die Förderung der Elektromobilität in Deutschland bietet attraktive finanzielle Vorteile für Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen. Durch die Kombination von Zuschüssen, steuerlichen Vorteilen und regionalen Programmen können die Kosten für Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur erheblich reduziert werden.

Steigen Sie jetzt auf Elektromobilität um und profitieren Sie von den umfangreichen Fördermöglichkeiten – für eine umweltfreundlichere Zukunft und geringere Betriebskosten!

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Weiterführende Informationen und Quellen