Kanaren-Förderungen 2026: Auswandern, Gründen und den Lebenstraum auf Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma oder La Gomera verwirklichen
Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma oder La Gomera: Für viele Deutsche sind die Kanaren mehr als ein Urlaubsziel. Sie sind ein Lebenstraum. Sonne, Meer, Vulkanlandschaften, mildes Klima, Palmen, kleine Dörfer, endlose Strände, Aloe-Vera-Felder, Bananenplantagen, Lavaböden, Wind, Wellen, Berge, Natur, digitale Arbeit und ein anderes Lebensgefühl. Die große Frage lautet: Gibt es Förderungen, wenn man auf den Kanaren auswandern, dort ein Unternehmen gründen, Aloe Vera anbauen, Ferienangebote starten, digital arbeiten oder ein neues Leben aufbauen möchte?
Die ehrliche Antwort: Niemand zahlt einfach Ihren Umzug nach Fuerteventura, Teneriffa oder Gran Canaria, nur weil Sie dort leben möchten. Aber die Kanaren sind 2026 einer der spannendsten Förder- und Steuerstandorte Europas, wenn aus dem Traum ein echtes Projekt wird. Wer auf den Inseln gründet, investiert, Arbeitsplätze schafft, Landwirtschaft betreibt, lokale Produkte entwickelt, Energie spart, erneuerbare Energien nutzt, digitale Dienstleistungen aufbaut oder nachhaltige Tourismusangebote schafft, kann Förderungen, Steuervergünstigungen, EU-Mittel oder regionale Hilfen prüfen.
Der starke Satz für dieses Thema lautet: Niemand bezahlt Ihr Leben in der Sonne. Aber wer auf den Kanaren ein echtes Projekt startet, kann Förderungen, Steuer-Vorteile und EU-Mittel finden.
Kurz erklärt: Die Kanaren-Förderung ist kein Auswanderungsgeld. Förderfähig können aber Gründung, Selbstständigkeit, Investition, ZEC-Gesellschaft, Landwirtschaft, Aloe Vera, Oliven, Wein, Bananen, Tourismus, Digitalisierung, Innovation, Energieeffizienz, Photovoltaik, Internationalisierung, Kultur, ländliche Entwicklung oder Unternehmenswachstum sein. Entscheidend sind Insel, Rechtsform, Tätigkeit, Förderprogramm, Frist, Antrag vor Beginn und echte wirtschaftliche Substanz auf den Kanaren.
Warum die Kanaren 2026 ein besonderes Förderziel sind
Die Kanarischen Inseln sind nicht einfach „Spanien mit Sonne“. Förderrechtlich und steuerlich haben sie eine besondere Stellung. Die Kanaren sind eine europäische Region in äußerster Randlage. Genau deshalb gibt es besondere Programme, steuerliche Anreize und EU-Mittel, um Nachteile durch Insellage, Entfernung, begrenzte Märkte, Transportkosten und regionale Strukturprobleme auszugleichen.
Für Gründer, Unternehmer, Selbstständige und Investoren sind vor allem diese Bausteine interessant:
- Zona Especial Canaria, kurz ZEC, mit 4 % Körperschaftsteuer für zugelassene Unternehmen,
- Reserva para Inversiones en Canarias, kurz RIC, als steuerlicher Investitionsanreiz,
- Deducción por Inversiones en Canarias, also Investitionsabzug beziehungsweise Investitionsanreize,
- Cuota Cero für neue Selbstständige,
- Subvención Promoción del Empleo Autónomo, also Förderung der Selbstständigkeit,
- FEDER-Programme für Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Wachstum,
- Incentivos Regionales für größere Investitionsprojekte,
- Transición Verde 2026 für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Speicher,
- Innovations- und Technologiehilfen,
- POSEI-Hilfen für lokale Agrarproduktion,
- Aloe-Vera- und Oliven-Flächenhilfe,
- PEPAC- und LEADER-Förderung im ländlichen Raum,
- Förderung für Landwirtschaft, Junglandwirte und ökologische Landwirtschaft,
- Internationalisierungshilfen besonders für nicht-kapitaline Inseln,
- Cabildo-Programme auf Insel-Ebene, etwa La Palma oder Fuerteventura.
Grundlagen zu Förderarten finden Sie im vorhandenen Fördermittellexikon der wichtigsten Förderungen. Für Menschen, die daraus eine echte Gründung machen möchten, passt außerdem der vorhandene Ratgeber Top 10 Förderungen für Existenzgründer.
Die wichtigste Wahrheit: Auswandern wird nicht gefördert, Gründen manchmal schon
Wer nach „Förderung für Auswandern Kanaren“ sucht, hofft oft auf eine einfache Antwort: Geld beantragen, Koffer packen, auf Fuerteventura leben. So funktioniert es nicht. Förderprogramme zahlen nicht für private Lebensentscheidungen, private Miete, private Auswanderung, privaten Immobilienkauf oder ein entspanntes Leben am Meer.
Förderfähig wird ein Kanaren-Traum erst, wenn daraus ein konkretes Vorhaben entsteht:
- ein Unternehmen auf den Kanaren,
- eine selbstständige Tätigkeit als Autónomo,
- eine Gesellschaft mit echter Substanz,
- eine Investition in Maschinen, Software, Räume oder Ausstattung,
- ein landwirtschaftlicher Betrieb,
- Aloe-Vera- oder Olivenanbau,
- ökologische Landwirtschaft,
- ein nachhaltiges Tourismusangebot,
- eine digitale Agentur,
- ein Energie- oder Photovoltaikprojekt,
- ein regionales Produkt,
- ein Kultur- oder Kreativprojekt,
- ein Projekt mit Arbeitsplätzen,
- ein Projekt in einer nicht-kapitalinen Inselregion,
- ein Projekt mit Export oder Internationalisierung.
Die Förderlogik lautet also nicht: „Ich möchte auf Gran Canaria leben.“ Sie lautet: „Ich gründe auf Gran Canaria ein förderfähiges Unternehmen mit echter Tätigkeit, Investition und wirtschaftlichem Nutzen.“
EU-Freizügigkeit: Warum Deutsche auf den Kanaren leichter starten können
Die Kanaren gehören zu Spanien und damit zur Europäischen Union. Deutsche Staatsangehörige sind EU-Bürger. Das macht die Kanaren deutlich einfacher als Nicht-EU-Ziele wie die Türkei, Thailand oder Dubai. Grundsätzlich können Deutsche sich in Spanien aufhalten, dort arbeiten, selbstständig tätig sein oder ein Unternehmen gründen.
Bei längeren Aufenthalten und echter Tätigkeit kommen aber trotzdem Formalitäten hinzu:
- NIE-Nummer,
- EU-Registrierung bei längerem Aufenthalt,
- Steuerwohnsitz,
- Anmeldung als Autónomo oder Gesellschaftsgründung,
- Sozialversicherung,
- Krankenversicherung,
- Buchhaltung,
- IGIC statt deutscher Umsatzsteuer,
- spanische Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer,
- deutsche Wegzugs- und Steuerfragen,
- Genehmigungen je nach Tätigkeit.
Gerade Deutsche sollten nicht den Fehler machen, „Remote arbeiten auf den Kanaren“ automatisch mit steuerlicher Einfachheit zu verwechseln. Wer tatsächlich dort lebt und arbeitet, muss Steuer- und Sozialversicherungsfragen sauber prüfen.
Zona Especial Canaria: Der große steuerliche Traum für echte Unternehmer
Die Zona Especial Canaria, kurz ZEC, ist einer der stärksten Standortvorteile der Kanaren. ZEC-Gesellschaften können für begünstigte Tätigkeiten, die tatsächlich und materiell im geografischen Gebiet der ZEC ausgeübt werden, einen besonderen Körperschaftsteuersatz von 4 % anwenden.
Das klingt spektakulär – und ist es auch. Aber es ist kein einfacher Steuerspartrick für digitale Nomaden. ZEC verlangt echte Substanz.
Wichtige Voraussetzungen sind unter anderem:
- neue juristische Person oder Zweigniederlassung,
- Sitz und tatsächliche Geschäftsleitung im geografischen Gebiet der ZEC,
- mindestens ein Verwalter oder gesetzlicher Vertreter mit Wohnsitz auf den Kanaren,
- zulässige wirtschaftliche Tätigkeit nach ZEC-Regeln,
- Investitionen in materielle oder immaterielle Anlagegüter auf den Kanaren,
- Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen auf den Kanaren,
- Beschreibung der geplanten Tätigkeit in einer verbindlichen Projektbeschreibung,
- vorherige Genehmigung und Eintragung in das ZEC-Register,
- tatsächliche operative Tätigkeit auf den Inseln.
Für kleine Einzelunternehmer ist ZEC oft zu groß. Für wachstumsorientierte Unternehmer kann ZEC dagegen extrem interessant sein.
Für wen ZEC besonders spannend sein kann
- Softwareunternehmen,
- IT-Dienstleister,
- digitale Agenturen,
- Online-Marketing und internationale Dienstleistungen,
- E-Commerce mit echter Substanz,
- Export- und Handelsunternehmen,
- Animation, Gaming und audiovisuelle Produktion,
- Biotechnologie,
- Forschung und Entwicklung,
- internationale Beratung,
- Logistik,
- Backoffice- und Supportcenter,
- technologische Dienstleistungen,
- Unternehmen mit Skalierungspotenzial.
Die beste ZEC-Frage lautet nicht: „Wie spare ich Steuern?“ Die richtige Frage lautet: „Kann ich auf den Kanaren ein echtes, zulässiges, wachstumsfähiges Unternehmen mit Investition und Arbeitsplätzen aufbauen?“
RIC: Gewinne auf den Kanaren reinvestieren
Die Reserva para Inversiones en Canarias, kurz RIC, ist ein weiterer wichtiger steuerlicher Vorteil. Sie erlaubt bestimmten Unternehmen und Betriebsstätten, Gewinne steuerlich begünstigt in den Kanaren zu reinvestieren. Laut spanischer Steuerverwaltung kann die RIC bei Gesellschaften als Reduktion der Bemessungsgrundlage wirken; die Dotierung ist grundsätzlich bis zu 90 % der nicht ausgeschütteten Gewinne möglich, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen eingehalten werden.
RIC ist besonders interessant für Unternehmer, die bereits Gewinne erzielen und diese in den Kanaren wieder investieren möchten.
Typische Investitionsfelder können sein:
- neue Betriebsstätte,
- Maschinen,
- Ausstattung,
- Software,
- Immobilien mit betrieblichem Bezug,
- Produktionsanlagen,
- Tourismusinfrastruktur,
- Forschung und Entwicklung,
- erneuerbare Energien,
- Digitalisierung,
- Wachstum des Unternehmens.
Wichtig: RIC ist keine private Steuervergünstigung für den Kauf eines Ferienhauses. Es geht um betriebliche Gewinne und begünstigte Investitionen nach den kanarischen Sonderregeln.
Deducción por Inversiones en Canarias: Investieren kann steuerlich belohnt werden
Neben ZEC und RIC gibt es weitere Investitionsanreize im kanarischen Wirtschafts- und Steuerregime. Die spanische Steuerverwaltung nennt bei der Deducción por Inversiones en Canarias unter anderem Investitionen in neue Anlagegüter und bestimmte Kategorien von gebrauchten Anlagegütern. Je nach Investition und Steuerpflicht kann das die Steuerlast senken.
Das ist besonders relevant, wenn ein Unternehmen auf den Kanaren investiert in:
- Maschinen,
- technische Anlagen,
- Werkzeuge,
- IT-Systeme,
- Betriebsausstattung,
- Produktionsmittel,
- bestimmte immaterielle oder technische Wirtschaftsgüter.
Wichtig ist die Prüfung mit einem kanarischen Steuerberater. Die kanarischen Steueranreize sind stark, aber anspruchsvoll. Wer sie falsch nutzt, riskiert Nachzahlungen und Probleme mit der Steuerverwaltung.
Cuota Cero 2026: Entlastung für neue Selbstständige
Für kleinere Gründer und Selbstständige ist nicht ZEC der erste Schritt, sondern die Anmeldung als Autónomo. Genau hier ist die kanarische Cuota Cero interessant.
Die kanarische Regierung nennt für die Cuota-Cero-Förderung 2026 ein Budget von 3,3 Millionen Euro. Der Antragszeitraum begann am 9. März 2026 und endet am 15. Oktober 2026 oder bei Ausschöpfung des verfügbaren Budgets. Die Förderung betrifft Selbstständige, die bestimmte Reduktionen oder Bonifizierungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen genutzt haben.
Das kann für Deutsche interessant sein, die auf den Kanaren wirklich selbstständig tätig werden möchten, zum Beispiel als:
- Webdesigner,
- Marketingberater,
- Fotograf,
- Coach,
- Handwerker,
- Immobilienservice-Anbieter,
- Ferienhausbetreuer,
- Online-Berater,
- Sprachlehrer,
- Tourguide,
- Gesundheits- oder Sportdienstleister,
- Kreativdienstleister,
- Aloe-Vera- oder Naturproduktanbieter,
- kleiner lokaler Händler.
Wichtig: Cuota Cero ist keine Auswanderungsprämie. Sie ist eine Unterstützung für echte Selbstständigkeit nach spanischen Regeln.
Subvención Promoción del Empleo Autónomo: Gründerförderung für Selbstständige
Eine weitere wichtige Hilfe ist die Subvención a la Promoción del Empleo Autónomo des Servicio Canario de Empleo. Für 2026 wurde ein Antragszeitraum vom 19. Februar bis 30. Juni 2026 genannt. Die Anträge werden elektronisch gestellt und nach strenger Reihenfolge der Einreichung bearbeitet.
Diese Förderung ist besonders interessant für Menschen, die sich auf den Kanaren als Selbstständige niederlassen möchten. Sie kann mit der richtigen Planung ein wichtiger Startbaustein sein.
Geeignete Tätigkeiten können sein:
- digitale Dienstleistungen,
- Beratung,
- Tourismusdienstleistungen,
- Handwerk,
- lokale Services,
- Kultur- und Kreativwirtschaft,
- kleine Handelsaktivitäten,
- agrotouristische Angebote,
- Gesundheits- und Sportangebote,
- Bildung, Sprache und Kurse.
Wichtig ist: Wer schon gestartet hat, bevor die Förderlogik geklärt ist, kann Chancen verlieren. Antrag, Anmeldung, Beginn und Nachweise müssen zusammenpassen.
FEDER Canarias 2021–2027: EU-Geld für intelligente und grüne Inselwirtschaft
Das Programm FEDER Canarias 2021–2027 ist einer der wichtigsten EU-Fonds für die Inseln. Es konzentriert sich auf zentrale Ziele der europäischen Regionalpolitik: Innovation, Digitalisierung, wirtschaftliche Transformation, Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen, grüne Transformation, Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Klimaschutz.
Für Gründer und Unternehmen bedeutet das: Viele kanarische Förderprogramme werden aus FEDER-Mitteln kofinanziert.
Typische Förderrichtungen sind:
- Unternehmenswachstum,
- Wettbewerbsfähigkeit,
- Digitalisierung,
- Innovation,
- Forschung und Entwicklung,
- Nachhaltigkeit,
- Energieeffizienz,
- erneuerbare Energien,
- Speicher,
- Industrie 4.0,
- Internationalisierung,
- kleine und mittlere Unternehmen.
Für Deutsche mit Auswanderungsplan ist FEDER wichtig, weil viele konkrete Förderaufrufe daraus finanziert werden. Man beantragt aber normalerweise nicht „FEDER allgemein“, sondern den jeweiligen kanarischen Förderaufruf.
Incentivos Canarios 2026: Zuschüsse für Investitionsprojekte
Das Programm zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Gründung und des Unternehmenswachstums in Canarias, insbesondere Línea 3, richtet sich an Investitionsprojekte von Unternehmen. Die offizielle Sede Electrónica nennt für 2026 die Kofinanzierung durch die EU im Rahmen des FEDER-Programms Canarias 2021–2027.
Diese Förderung kann interessant sein für:
- neue Unternehmen,
- wachsende kleine und mittlere Unternehmen,
- Investitionen in Ausstattung,
- technische Anlagen,
- Digitalisierung,
- Nachhaltigkeit,
- Produktions- oder Dienstleistungsstrukturen,
- Tourismusnahe Investitionen, wenn zugelassen,
- lokale Betriebsstätten.
Für größere Projekte gibt es außerdem Incentivos Regionales. Dort nennt die kanarische Verwaltung als förderfähige Projekte Investitionen von mehr als 300.000 Euro auf Teneriffa und Gran Canaria sowie mehr als 100.000 Euro auf den übrigen Inseln, wenn neue Arbeitsplätze entstehen oder bei Modernisierung bestehende Arbeitsplätze erhalten werden. Förderfähige Investitionen können unter anderem Bau, Maschinen, Vorstudien und immaterielle Vermögenswerte sein.
Das ist besonders interessant für Projekte auf:
- Fuerteventura,
- Lanzarote,
- La Palma,
- La Gomera,
- El Hierro,
- La Graciosa,
- aber auch Teneriffa und Gran Canaria bei größeren Investitionen.
Transición Verde 2026: Energie, Photovoltaik, Speicher und Effizienz
Für ein Leben und Unternehmen auf den Kanaren ist Energie ein zentrales Thema. Sonne gibt es reichlich, gleichzeitig sind Energie, Wasser, Kühlung und Versorgung auf Inseln strategisch wichtig.
Die kanarische Sede Electrónica nennt für 2026 Subvenciones para la Transición Verde. Ziel ist die Förderung von Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Energiespeicherung in allen Sektoren.
Förderfähig können je nach Linie und Begünstigtem sein:
- Photovoltaik,
- erneuerbare Stromerzeugung,
- erneuerbare Wärme,
- Energieeffizienz in Gebäuden,
- Energieeffizienz in Unternehmen,
- Speicher,
- intelligente Netze,
- energetische Verbesserung von touristischen oder betrieblichen Gebäuden,
- Maßnahmen für Gemeinden, Cabildos, Unternehmen, Privatpersonen oder Energie-Gemeinschaften.
Für Auswanderer mit Immobilien- oder Unternehmensprojekt ist das wichtig. Ein kleines Gästehaus, eine Finca, ein Büro, eine Werkstatt oder ein Ferienangebot auf den Kanaren sollte Energieeffizienz, PV und Speicher von Anfang an mitdenken.
Aloe Vera: Der Traum vom eigenen Naturprodukt auf Fuerteventura, Lanzarote oder Gran Canaria
Aloe Vera passt perfekt zum Kanaren-Traum. Viele Besucher verbinden die Inseln mit Sonne, Lava, Naturkosmetik, Heilpflanzen, kleinen Fincas und lokalen Produkten. Tatsächlich gibt es 2026 eine spezielle Hilfe für Aloe Vera und Oliven.
Die kanarische Sede Electrónica nennt für die Kampagne 2026 eine „Ayuda por superficie a los productores de Aloe Vera y Olivo“. Fördergegenstand ist die produktive Fläche auf den Kanaren, die dem Anbau von Aloe Vera und Oliven gewidmet ist. Begünstigte sind landwirtschaftliche Produzenten von Aloe Vera und Oliven. Die entsprechende BOC-Veröffentlichung nennt für die Subaktion I.8.1 Aloe Vera eine Mittelzuweisung von 17.818 Euro und für Oliven 65.333 Euro; die Mittel stammen aus dem FEAGA im Rahmen des POSEI-Programms.
Wichtig ist die realistische Einordnung: Das ist keine Förderung für ein paar Aloe-Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon. Es geht um landwirtschaftliche Produzenten, Flächen, Nachweise und die Regeln des Programms.
Aloe-Vera-Projekte können besonders interessant sein für:
- kleine landwirtschaftliche Betriebe,
- Naturkosmetik,
- Finca-Projekte,
- Agrotourismus,
- Verarbeitung und Direktvermarktung,
- lokale Marken,
- Farmshops,
- Workshops und Führungen,
- Kombination mit Tourismus,
- ökologische Landwirtschaft,
- digitale Vermarktung.
Aber: Aloe Vera allein ist kein garantierter Lebenstraum. Entscheidend sind Wasser, Boden, Flächenrecht, Vermarktung, Verarbeitung, Hygiene, Kennzeichnung, Qualität, Tourismusbezug und Wirtschaftlichkeit.
POSEI: Warum Landwirtschaft auf den Kanaren besondere Hilfen bekommt
POSEI steht für spezifische Optionen wegen Entfernung und Insellage. Für die Kanaren ist POSEI ein zentrales Instrument der Agrarförderung. Es soll Nachteile ausgleichen, die durch die besondere Lage der Inseln entstehen.
Das kanarische Landwirtschaftsportal erklärt, dass POSEI unter anderem den spezifischen Versorgungsregelungen und den Maßnahmen zur Unterstützung der lokalen landwirtschaftlichen Produktion dient. Die lokale Produktionsförderung umfasst verschiedene Aktionen, etwa Obst, Gemüse, Pflanzen, Wein, Milch, Bananen, Kartoffeln, Aloe Vera, Oliven oder andere landwirtschaftliche Bereiche, je nach aktueller Maßnahme.
Für Gründer ist wichtig: POSEI ist nicht frei wählbar. Man muss in eine konkrete Maßnahme passen.
Interessante Bereiche können sein:
- Aloe Vera,
- Oliven,
- Bananen,
- Kartoffeln,
- Wein,
- Obst und Gemüse,
- Blumen und Pflanzen,
- Milch und Käse,
- lokale Verarbeitung,
- Vermarktung lokaler Produkte.
Gerade auf Lanzarote, La Palma, La Gomera und Fuerteventura kann Landwirtschaft in Kombination mit Tourismus, Direktvermarktung und lokaler Identität spannend sein.
Junge Landwirtschaft und ökologische Landwirtschaft
Wer nicht nur auswandern, sondern wirklich Landwirtschaft betreiben möchte, sollte PEPAC, FEADER, Junglandwirte, ökologische Landwirtschaft und LEADER prüfen.
Die kanarische Sede Electrónica nennt für junge Tierhalter unter anderem Voraussetzungen wie Alter ab 18 und höchstens 40 Jahre im Antragsjahr, Wohnsitz auf derselben Insel, Erstniederlassung als Inhaber oder Mitinhaber einer vorrangigen landwirtschaftlichen Nutzung, Antrag vor Beginn der Tätigkeit und einen technisch sowie wirtschaftlich tragfähigen Betriebsplan.
Für ökologische Landwirtschaft wurde 2026 eine Förderlinie im Rahmen des PEPAC für agroökologische Bewirtschaftungsverpflichtungen veröffentlicht. Ziel ist die Unterstützung nachhaltiger Praktiken und der Schutz natürlicher Ressourcen.
Das kann interessant sein für:
- Aloe Vera bio,
- Oliven,
- Wein,
- Obst und Gemüse,
- Ziegenhaltung und Käse,
- Agrotourismus,
- Permakultur,
- regionale Direktvermarktung,
- kleine Finca-Projekte,
- Bildungsangebote,
- ökologische Modellprojekte.
Wichtig: Landwirtschaft auf den Kanaren ist anspruchsvoll. Wasser, Boden, Wind, Bürokratie, Registrierung, Vermarktung und Klima sind entscheidend.
LEADER: Förderchance für Finca, Dorfprojekt, Agrotourismus und lokale Produkte
LEADER ist besonders interessant für ländliche Räume. Der kanarische PEPAC-Bereich beschreibt LEADER als lokalen Entwicklungsansatz, der die Bedürfnisse ländlicher Räume von unten nach oben berücksichtigt und über lokale Aktionsgruppen umgesetzt wird.
Für Auswanderer kann LEADER spannend sein, wenn ein Projekt nicht nur privat ist, sondern der Region nützt.
Geeignete LEADER-Ideen auf den Kanaren:
- Finca als Lernort,
- Aloe-Vera-Erlebnisfarm,
- kleine Hofverarbeitung,
- lokale Produktmarke,
- Dorf-Coworking,
- barrierefreier Naturtourismus,
- Wander- oder Kulturangebot,
- traditionelles Handwerk,
- Direktvermarktung,
- Käse-, Wein- oder Olivenprojekt,
- kleines Museum oder Interpretationszentrum,
- ökologischer Bildungsort,
- Kombination aus Landwirtschaft, Tourismus und Kultur.
LEADER ist besonders relevant auf ländlichen und nicht-kapitalinen Inseln wie Lanzarote, La Palma, La Gomera, Fuerteventura und El Hierro. Aber auch ländliche Regionen auf Teneriffa und Gran Canaria können je nach Gebiet relevant sein.
Internationalisierung: Extra-Chance für nicht-kapitaline Inseln
Ein besonders spannender Baustein sind Hilfen für Internationalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen auf den nicht-kapitalinen Inseln. Die kanarische Sede Electrónica nennt für 2026 Subventionen für Internationalisierungsprojekte von KMU auf den nicht-kapitalinen Inseln.
Zu diesen Inseln gehören insbesondere:
- Fuerteventura,
- Lanzarote,
- La Palma,
- La Gomera,
- El Hierro,
- La Graciosa.
Das ist besonders interessant, wenn ein Unternehmen nicht nur lokal verkaufen möchte, sondern Kunden außerhalb der Kanaren erreichen will.
Geeignete Projekte:
- Aloe-Vera-Produkte exportieren,
- Naturkosmetik international verkaufen,
- kanarische Lebensmittel nach Deutschland vermarkten,
- Tourismusangebote im deutschen Markt platzieren,
- digitale Dienstleistungen aus Fuerteventura oder Lanzarote anbieten,
- Online-Shop für lokale Produkte,
- internationale Messeauftritte,
- Beratung, Marktstudien und Vermarktung,
- digitale Internationalisierung.
Für Deutsche ist das besonders spannend: Wer deutsche Sprache, deutsche Kunden und kanarische Produkte oder Dienstleistungen verbindet, kann eine echte Brücke zwischen Deutschland und den Kanaren bauen.
Teneriffa: Größte Vielfalt für Innovation, Tourismus, Landwirtschaft und ZEC
Teneriffa ist die größte Insel und wirtschaftlich sehr vielseitig. Sie bietet Städte, Universität, Forschung, Tourismus, Landwirtschaft, Berge, Teide, Küsten, digitale Infrastruktur und ein großes lokales Netzwerk.
Interessante Förderlogiken für Teneriffa:
- ZEC für geeignete Gesellschaften,
- RIC und kanarische Steueranreize,
- Autónomo-Förderung und Cuota Cero,
- FEDER für Digitalisierung, Innovation und Wachstum,
- Transición Verde für Energieeffizienz und Erneuerbare,
- Tourismus- und Dienstleistungsprojekte,
- Landwirtschaft und POSEI,
- Wein, Bananen, Obst, Pflanzen und lokale Produkte,
- Kultur- und Kreativwirtschaft,
- Wissenschafts- und Technologiethemen,
- Astrotourismus und Naturtourismus.
Teneriffa eignet sich besonders für Menschen, die nicht völlig abgelegen starten möchten, sondern Infrastruktur, Markt, Netzwerk und Verwaltung in Reichweite brauchen.
Gran Canaria: Stark für Business, digitale Dienstleistungen, Handel und ZEC
Gran Canaria ist neben Teneriffa der zweite große Wirtschaftsstandort der Kanaren. Las Palmas ist ein wichtiger urbaner, logistischer, digitaler und internationaler Standort. Für Gründer mit Kunden in Deutschland oder Europa kann Gran Canaria sehr interessant sein.
Geeignete Projekte:
- digitale Agentur,
- Software und IT,
- Online-Marketing,
- internationaler Handel,
- E-Commerce,
- Kreativwirtschaft,
- Beratung,
- Tourismusdienstleistungen,
- Remote-Work-Angebote,
- lokale Dienstleistungen für Auswanderer,
- Aloe-Vera- oder Naturproduktmarke,
- Photovoltaik und Energieeffizienz,
- Film, Animation, Gaming und Medien.
Gran Canaria ist besonders interessant für ZEC, digitale Geschäftsmodelle und Unternehmen mit Wachstumspotenzial. Für kleinere Selbstständige können Cuota Cero und Autónomo-Förderung relevanter sein.
Fuerteventura: Trauminsel für Sonne, Wind, Natur, Tourismus und Aloe Vera
Fuerteventura ist für viele Deutsche der Inbegriff von Weite, Sand, Wind, Meer, Surfen und Ruhe. Fördertechnisch ist die Insel spannend, weil sie nicht-kapitalin ist und deshalb bei bestimmten Programmen besondere Chancen haben kann.
Interessante Projektideen für Fuerteventura:
- Aloe-Vera-Anbau und Naturkosmetik,
- Finca mit Direktverkauf,
- Surf-, Wander- oder Naturtourismus,
- barrierefreie Reiseangebote,
- kleine nachhaltige Unterkunft,
- digitale Dienstleistungen aus der Ferne,
- Fotografie, Content, Retreats,
- Ziegenkäse und lokale Lebensmittel,
- Handwerk und Reparatur,
- erneuerbare Energien,
- Wasser- und Ressourceneffizienz,
- Kulturprojekte.
Das Cabildo de Fuerteventura hatte 2026 unter anderem Programme für Unternehmensinitiativen sowie Kulturförderungen für private Unternehmen, Einzelunternehmer und Selbstständige. Solche Inselprogramme ändern sich regelmäßig, sind aber für kleine Gründer oft praxisnäher als große Steuerregime.
Lanzarote: Wein, Lava, Design, Tourismus und ländliche Entwicklung
Lanzarote ist einzigartig: Vulkanlandschaft, La Geria, Weinbau, César-Manrique-Ästhetik, nachhaltiger Tourismus, Design, Natur und starke Identität. Für Gründer ist Lanzarote besonders interessant, wenn das Projekt hochwertig, nachhaltig und inseltypisch ist.
Geeignete Förderideen:
- Weinbau und Verarbeitung,
- Agrotourismus,
- Design und Kunsthandwerk,
- nachhaltige Ferienangebote,
- Aloe Vera und Naturkosmetik,
- Oliven und regionale Lebensmittel,
- Finca-Erlebnisse,
- Wander- und Kulturtourismus,
- digitale Dienstleistungen,
- LEADER-Projekte,
- Direktvermarktung,
- energetische Sanierung und PV.
Für Lanzarote sind LEADER, nicht-kapitaline Internationalisierung, POSEI, PEPAC, Tourismus- und Nachhaltigkeitsprogramme sowie lokale Cabildo-Programme besonders interessant.
La Palma: Neustart, Wiederaufbau, Ecotourismus und Landwirtschaft
La Palma hat nach dem Vulkanausbruch eine besondere Situation. Der Wiederaufbau und die wirtschaftliche Erholung bleiben wichtig. Das Cabildo de La Palma nennt 2026 eine Förderlinie von mehr als 3,4 Millionen Euro zur Erholung des produktiven Gewebes nach der Eruption. Die Hilfen können bis zu 20.000 Euro für Autonome, Mikrounternehmen und kleine Unternehmen der Insel betragen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
Das macht La Palma besonders interessant für Menschen, die nicht nur konsumieren, sondern wirklich vor Ort etwas aufbauen möchten.
Geeignete Projekte:
- Ecotourismus,
- Wandern, Natur und Sternentourismus,
- kleine Unterkünfte,
- Landwirtschaft und Direktvermarktung,
- Bananen, Obst, Wein, Honig oder lokale Produkte,
- Aloe Vera oder ökologische Produkte,
- Wiederaufbau-nahe Dienstleistungen,
- Handwerk,
- digitale Dienstleistungen,
- LEADER-Projekte,
- regionale Wertschöpfung.
La Palma kann emotional sehr stark sein: nicht nur Lebenstraum, sondern auch Beitrag zu einer Insel, die sich weiter erholt.
La Gomera: Klein, naturstark und ideal für ländliche Nischenprojekte
La Gomera ist kleiner, ruhiger und naturverbundener. Die Insel eignet sich weniger für große Geschäftsmodelle, aber sehr gut für kleine, hochwertige Nischenprojekte.
Geeignete Ideen:
- Wander- und Naturtourismus,
- kleine Finca,
- ökologische Landwirtschaft,
- regionale Lebensmittel,
- Honig, Käse, Kräuter oder Obst,
- digitale Arbeit mit kleinem lokalen Standort,
- Kultur- und Naturbildung,
- Retreats,
- barrierearme Naturangebote,
- LEADER-Projekte,
- lokale Dienstleistungen.
Für La Gomera sind nicht-kapitaline Förderungen, LEADER, Landwirtschaft, ökologische Produktion, Internationalisierung kleiner Unternehmen und Cabildo-Programme besonders wichtig.
Welche Kanaren-Projekte haben 2026 die besten Chancen?
Sehr gute Chancen
- digitale Dienstleistungen mit echtem Sitz auf den Kanaren,
- ZEC-fähiges Unternehmen mit Investition und Arbeitsplätzen,
- Autónomo-Gründung mit Cuota Cero und Gründerförderung,
- Aloe-Vera-Anbau als echter Landwirtschaftsbetrieb,
- Oliven, Wein, Bananen, Gemüse oder lokale Produkte,
- ökologische Landwirtschaft,
- nachhaltiger Tourismus,
- Agrotourismus,
- barrierefreier oder hochwertiger Naturtourismus,
- Energieeffizienz und Photovoltaik,
- Unternehmensdigitalisierung,
- Internationalisierung von Produkten und Dienstleistungen,
- nicht-kapitaline Inselprojekte mit regionalem Nutzen.
Schwache Chancen
- privater Umzug auf die Kanaren,
- privater Hauskauf ohne Unternehmensbezug,
- Ferienwohnung ohne Genehmigung und Konzept,
- Aloe-Pflanzen im privaten Garten,
- Remote Work ohne lokale Anmeldung und Substanz,
- Gastronomie ohne Kapital und Genehmigung,
- bereits begonnene Investitionen,
- Projekt ohne Businessplan,
- Projekt ohne Eigenmittel,
- Projekt außerhalb der Förderfrist,
- reine Steuersparstruktur ohne echte Tätigkeit.
Der beste Einstieg für Deutsche: klein starten oder groß denken?
Es gibt zwei sinnvolle Wege.
Weg 1: Klein starten als Autónomo
Dieser Weg passt für Einzelpersonen, Selbstständige und Dienstleister. Man startet als spanischer Selbstständiger, prüft Cuota Cero, Gründerförderung, lokale Cabildo-Hilfen und später mögliche Investitions- oder Digitalförderungen.
Geeignet für:
- Webdesign,
- Marketing,
- Fotografie,
- Beratung,
- Ferienhausservice,
- Touren,
- Workshops,
- kleine lokale Dienstleistungen,
- Aloe-Vera-Direktvermarktung,
- kleine Finca-Projekte.
Weg 2: Groß denken mit Gesellschaft, ZEC und Investition
Dieser Weg passt für Unternehmer, die echte Substanz aufbauen wollen. Hier geht es um Gesellschaftsgründung, ZEC-Prüfung, Investitionen, Arbeitsplätze, Steuerplanung, Finanzierung und Wachstum.
Geeignet für:
- Softwareunternehmen,
- E-Commerce,
- internationale Dienstleistungen,
- Produktion,
- Biotech,
- Gaming,
- Medien,
- Logistik,
- größere Tourismusprojekte,
- erneuerbare Energien,
- Exportprojekte.
Praxisbeispiele
Beispiel 1: Deutsche Webagentur auf Gran Canaria
Ein deutscher Webdesigner zieht nach Gran Canaria und betreut weiterhin Kunden in Deutschland. Er prüft Anmeldung als Autónomo, Cuota Cero, Selbstständigenförderung und lokale Steuerpflichten. Wenn das Geschäft wächst und Mitarbeiter vor Ort entstehen, prüft er später eine Gesellschaft und mögliche ZEC-Eignung.
Beispiel 2: Aloe-Vera-Finca auf Fuerteventura
Eine Gründerin möchte Aloe Vera anbauen, Produkte herstellen und Touristen Führungen anbieten. Sie prüft landwirtschaftliche Registrierung, Flächen, Wasserrechte, POSEI-Hilfe für Aloe Vera, ökologische Landwirtschaft, Verarbeitungsvorschriften, Direktvermarktung, LEADER und Internationalisierung für nicht-kapitaline Inseln.
Beispiel 3: Nachhaltige Unterkunft auf Lanzarote
Ein Paar möchte ein kleines Gästehaus mit Lava-Landschaft, Wein, regionaler Küche und nachhaltiger Energie betreiben. Es prüft Tourismuslizenz, Nutzung der Immobilie, Transición Verde für PV und Speicher, LEADER, regionale Investitionsförderung, eventuell Incentivos Regionales und lokale Cabildo-Programme.
Beispiel 4: Ecotourismus auf La Palma
Ein Auswanderer möchte auf La Palma Wander-, Sternen- und Naturerlebnisse anbieten. Er prüft lokale Selbstständigenförderung, Cabildo-Hilfen zur Erholung des produktiven Gewebes, nicht-kapitaline Internationalisierung, digitale Vermarktung und nachhaltige Tourismusprogramme.
Beispiel 5: Finca und Retreat auf La Gomera
Eine kleine Gruppe möchte eine Finca als Natur-, Bildungs- und Retreat-Ort nutzen. Förderfähig kann das nur werden, wenn das Projekt wirtschaftlich, landwirtschaftlich, touristisch oder gemeinnützig sauber aufgestellt ist. LEADER, Landwirtschaft, ökologische Bewirtschaftung und lokale Förderungen können geprüft werden.
Beispiel 6: Technologieunternehmen auf Teneriffa
Ein Unternehmer möchte auf Teneriffa ein Softwareunternehmen mit internationalen Kunden aufbauen. Zuerst werden ZEC-Eignung, zulässige Tätigkeit, Investitionspflicht, Arbeitsplatzanforderung und lokale Geschäftsleitung geprüft. Zusätzlich kommen FEDER-Innovation, STEP-Technologien, Digitalisierung und RIC in Betracht.
Was vor dem Auswandern unbedingt geprüft werden muss
- NIE-Nummer und Registrierung,
- Wohnsitz und Steuerwohnsitz,
- deutsche Wegzugs- und Steuerfragen,
- spanische Sozialversicherung,
- Krankenversicherung,
- Anmeldung als Autónomo oder Gesellschaft,
- IGIC-Pflichten,
- Buchhaltung und Steuerberater,
- Genehmigungen für Tourismus, Gastronomie oder Landwirtschaft,
- Wasserrechte und Flächennutzung,
- Immobiliennutzung,
- Ferienvermietungslizenz,
- Förderfähigkeit vor Investitionsbeginn,
- Eigenkapital und Liquidität,
- Sprache und Verwaltung,
- lokale Partner,
- Rückkehrplan.
Die richtige Reihenfolge für Kanaren-Förderung
- Insel auswählen: Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma oder La Gomera.
- Geschäftsmodell formulieren.
- Prüfen, ob Selbstständigkeit, Gesellschaft, Landwirtschaft oder Projektförderung passt.
- Steuerwohnsitz und Sozialversicherung klären.
- Passende Förderlinie suchen.
- Lokale Berater einbinden.
- Antrag vor Beginn stellen.
- Bewilligung oder Förderfähigkeit abwarten.
- Investitionen sauber dokumentieren.
- Nachweise, Rechnungen, Zahlungen und Fristen einhalten.
Der häufigste Fehler ist: erst auswandern, investieren, unterschreiben und danach Förderung suchen. Genau das ist oft zu spät.
Checkliste: Kanaren-Förderung 2026
- ZEC prüfen, wenn Gesellschaft, Investition und Arbeitsplätze geplant sind.
- RIC prüfen, wenn Gewinne auf den Kanaren reinvestiert werden sollen.
- Deducciones por inversiones prüfen, wenn betriebliche Investitionen geplant sind.
- Cuota Cero prüfen, wenn neue Selbstständigkeit geplant ist.
- Promoción del Empleo Autónomo prüfen.
- FEDER Canarias 2021–2027 prüfen.
- Incentivos Canarios prüfen.
- Incentivos Regionales prüfen, wenn größere Investition geplant ist.
- Transición Verde prüfen, wenn Energie, PV, Speicher oder Effizienz geplant sind.
- Innovations- und Technologiehilfen prüfen.
- POSEI prüfen, wenn Landwirtschaft geplant ist.
- Aloe-Vera- und Olivenhilfe prüfen.
- Junglandwirte und ökologische Landwirtschaft prüfen.
- LEADER prüfen, wenn ländliches Projekt mit regionalem Nutzen geplant ist.
- Internationalisierung prüfen, besonders auf Fuerteventura, Lanzarote, La Palma und La Gomera.
- Cabildo-Programme der jeweiligen Insel prüfen.
- Antrag immer vor Beginn stellen.
- Lokale Steuer- und Förderberatung nutzen.
Häufige Fehler bei Kanaren-Förderungen
- Auswanderung wird mit Förderung verwechselt.
- ZEC wird als einfache Steueroase missverstanden.
- Es fehlt echte wirtschaftliche Tätigkeit auf den Kanaren.
- Investitionen werden vor Antragstellung begonnen.
- Man wählt die falsche Insel für das Projekt.
- Man unterschätzt Wasser, Energie und Genehmigungen.
- Aloe Vera wird romantisiert, aber nicht wirtschaftlich geplant.
- Tourismuslizenz wird zu spät geprüft.
- Ferienvermietung wird ohne Genehmigung geplant.
- Autónomo-Kosten und Sozialversicherung werden unterschätzt.
- Deutsche Steuerfolgen werden ignoriert.
- Förderfristen werden verpasst.
- Spanische Dokumentation wird nicht vollständig geführt.
- Man verlässt sich auf alte Blogartikel statt auf aktuelle offizielle Ausschreibungen.
Rechtssichere Einordnung
Kanaren-Förderungen, ZEC, RIC, Investitionsabzüge, Cuota Cero, Selbstständigenförderung, FEDER, POSEI, FEAGA, FEADER, PEPAC, LEADER, Inselprogramme, Cabildo-Förderungen, Tourismusgenehmigungen, Landwirtschaftsregistrierung, Wasserrechte, Steuerwohnsitz, Sozialversicherung, spanische Gesellschaftsformen, IGIC, Förderfristen, Beihilferecht, Eigenanteile, Vorfinanzierung und Förderfähigkeit ändern sich regelmäßig. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht automatisch. Viele Programme stehen unter Haushaltsvorbehalt, Fristen, Einzelfallprüfung und vollständiger Dokumentation.
Dieser Artikel bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer-, Auswanderungs-, Fördermittel-, Unternehmens-, Landwirtschafts-, Immobilien-, Tourismus-, Sozialversicherungs- oder Finanzierungsberatung. Vor Umzug, Gründung, Anmeldung als Autónomo, Gesellschaftsgründung, Immobilienkauf, Flächenkauf, Landwirtschaftsbeginn, Investition oder Förderantrag sollten offizielle Stellen und qualifizierte Berater auf den Kanaren und in Deutschland einbezogen werden.
Fazit: Der Kanaren-Traum kann förderfähig werden – aber nur als echtes Projekt
Die Kanaren sind 2026 eines der spannendsten Ziele für Deutsche, die Auswandern, Lebenstraum und Förderung verbinden möchten. Teneriffa und Gran Canaria sind stark für digitale Unternehmen, ZEC, Innovation, Tourismus und größere Geschäftsideen. Fuerteventura ist spannend für Aloe Vera, Naturprodukte, Tourismus, Energie und kleine Selbstständigkeit. Lanzarote passt gut zu Wein, Lava-Landschaft, Design, Agrotourismus und hochwertigen Nischenprojekten. La Palma bietet besondere Wiederaufbau- und Ecotourismus-Chancen. La Gomera eignet sich für kleine ländliche Projekte, Natur, Retreats und regionale Produkte.
Die beste Förderchance entsteht nicht durch den Satz „Ich will auf die Kanaren ziehen“, sondern durch den Satz: „Ich baue auf den Kanaren ein echtes Unternehmen oder Projekt auf, das Investitionen, lokale Wertschöpfung, Beschäftigung, Nachhaltigkeit oder regionale Entwicklung schafft.“
Wer das versteht, kann aus dem Urlaubstraum einen realistischen Neustart machen – mit Fördermitteln, Steuer-Vorteilen und EU-Programmen als Baustein, aber nicht als Ersatz für Kapital, Planung und Arbeit.
Weitere Grundlagen finden Sie im Fördermittellexikon, im Artikel Top 10 Förderungen für Existenzgründer, im Ratgeber Förderungen für Privatpersonen, im Bereich Häufig gestellte Fragen und im Bereich News.
Häufige Fragen zu Kanaren-Förderungen 2026
Gibt es Geld, wenn ich auf die Kanaren auswandere?
Nicht für die private Auswanderung. Förderfähig können aber Gründung, Selbstständigkeit, Investition, Landwirtschaft, Tourismus, Digitalisierung, Energieeffizienz oder regionale Projekte sein.
Welche Kanaren-Insel ist für Gründer am besten?
Das hängt vom Projekt ab. Gran Canaria und Teneriffa sind stark für digitale Unternehmen, ZEC und größere Geschäftsmodelle. Fuerteventura und Lanzarote sind spannend für Tourismus, Aloe Vera, Naturprodukte und nicht-kapitaline Förderungen. La Palma und La Gomera sind interessant für ländliche Entwicklung, Ecotourismus und regionale Projekte.
Was ist die Zona Especial Canaria?
Die ZEC ist eine Sonderzone, in der zugelassene neue Gesellschaften für begünstigte Tätigkeiten unter Voraussetzungen mit 4 % Körperschaftsteuer besteuert werden können. Dafür braucht es echte Tätigkeit, Investition, Arbeitsplätze und Zulassung.
Kann ich als deutscher Selbstständiger Cuota Cero nutzen?
Das kann möglich sein, wenn Sie sich auf den Kanaren rechtmäßig als Selbstständiger anmelden und die jeweiligen Voraussetzungen erfüllen. Cuota Cero unterstützt nicht den Umzug, sondern eine echte Selbstständigkeit nach kanarischen Regeln.
Gibt es Förderung für Aloe Vera auf Fuerteventura oder Lanzarote?
Ja, 2026 gibt es eine Flächenhilfe für Produzenten von Aloe Vera und Oliven auf den Kanaren. Das gilt aber für landwirtschaftliche Produzenten und produktive Flächen, nicht für private Pflanzen im Garten.
Gibt es Förderung für Ferienwohnungen auf den Kanaren?
Nicht automatisch. Private Ferienwohnungen werden in der Regel nicht einfach gefördert. Förderfähig kann ein genehmigtes, nachhaltiges, betriebliches Tourismusprojekt sein, wenn es in ein konkretes Programm passt.
Gibt es EU-Förderung auf den Kanaren?
Ja. Viele kanarische Programme werden über FEDER, FEAGA, FEADER, PEPAC oder andere EU-Instrumente mitfinanziert. Man beantragt aber meist den konkreten kanarischen Förderaufruf, nicht „EU-Förderung allgemein“.
Was ist für La Palma besonders?
La Palma hat wegen der wirtschaftlichen Folgen des Vulkanausbruchs besondere Förderlinien. 2026 nennt das Cabildo Hilfen bis zu 20.000 Euro für Autonome, Mikrounternehmen und kleine Unternehmen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
Kann ich als digitaler Nomade ZEC nutzen?
Nur sehr selten. ZEC ist für zugelassene Gesellschaften mit echter Substanz, Investitionen, Arbeitsplätzen und zulässiger Tätigkeit gedacht. Ein Laptop am Strand reicht nicht.
Was ist der wichtigste erste Schritt?
Der wichtigste erste Schritt ist ein konkretes Geschäftsmodell. Danach werden Insel, Rechtsform, Steuerstatus, Förderprogramm, Frist, Eigenkapital, Genehmigungen und Antragstellung geprüft.
Offizielle Quellen und weiterführende Informationen
- Europäische Kommission: Freizügigkeit und Aufenthaltsrecht in der EU
- Your Europe: Unternehmen in der EU gründen
- Agencia Tributaria: Zona Especial Canaria
- Zona Especial Canaria: Offizielles Portal
- Agencia Tributaria: Reserva para Inversiones en Canarias
- Agencia Tributaria: Investitionsanreize auf den Kanaren
- Gobierno de Canarias: Cuota Cero 2026
- Servicio Canario de Empleo: Promoción del Empleo Autónomo
- Gobierno de Canarias: Programa FEDER Canarias 2021–2027
- Gobierno de Canarias: Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Unternehmenswachstum – Línea 3
- Gobierno de Canarias: Incentivos Regionales
- Gobierno de Canarias: Transición Verde 2026
- OCTSI: Innovations- und Technologiehilfen Canarias 2026
- Gobierno de Canarias: Hilfe für Aloe Vera und Oliven 2026
- BOC: Aloe Vera und Oliven – Kampagne 2026
- Gobierno de Canarias: POSEI – lokale Agrarproduktion
- Gobierno de Canarias: LEADER im PEPAC
- Gobierno de Canarias: Förderung junger Viehhalter
- Gobierno de Canarias: Junglandwirte und erste Niederlassung
- BOC: Landwirtschaftliche Öko-Förderung 2026
- Gobierno de Canarias: Internationalisierung von KMU auf nicht-kapitalinen Inseln
- PROEXCA: Aporta Pymes Islas no Capitalinas 2026
- Cabildo de La Palma: Hilfen zur Erholung nach dem Vulkanausbruch 2026
- Cabildo de Fuerteventura: Iniciativas empresariales 2026
- Förderdatenbank des Bundes

