Erasmus+ Förderung 2026: Geld für Auslandspraktikum, Weiterbildung, Jugendprojekte und Vereine
Erasmus+ ist eines der bekanntesten EU-Förderprogramme überhaupt. Viele denken dabei zuerst an Studierende, die ein Semester im Ausland verbringen. Tatsächlich ist Erasmus+ viel größer: Gefördert werden auch Auslandspraktika, Berufsausbildung, Weiterbildung, Schulprojekte, Kitas, Erwachsenenbildung, Jugendbegegnungen, Jugendpartizipation, Vereine, Sportprojekte, Bildungsträger, Hochschulen, Unternehmen, Fachkräfte und europäische Partnerschaften.
Für 2026 ist Erasmus+ besonders interessant, weil die EU erneut Milliardenbeträge für Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport bereitstellt. Das Programm kann Reisekosten, Aufenthaltskosten, Organisationskosten, Sprachvorbereitung, Inklusionsunterstützung, Projektkosten, Partnerschaften, Mobilitäten und internationale Zusammenarbeit fördern. Entscheidend ist aber: Nicht jede Person kann direkt selbst einen Antrag stellen. Oft läuft die Förderung über Schule, Hochschule, Ausbildungsbetrieb, Berufsschule, Verein, Jugendträger, Bildungseinrichtung oder Organisation.
Dieser Ratgeber erklärt, welche Erasmus+ Förderung 2026 für Auslandspraktikum, Weiterbildung, Jugendprojekte und Vereine wichtig ist, wer Geld bekommen kann, welche Programme realistisch sind und welche Fehler Antragsteller vermeiden sollten.
Kurz erklärt: Erasmus+ ist kein einzelnes Stipendium, sondern ein großes EU-Programm mit vielen Förderlinien. Der wichtigste erste Schritt ist die richtige Einordnung: Studium, Praktikum, Ausbildung, Schule, Erwachsenenbildung, Jugendprojekt, Verein, Sport oder Partnerschaft.
Was ist Erasmus+?
Erasmus+ ist das EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport. Es läuft in der aktuellen Programmgeneration von 2021 bis 2027 und fördert Lernaufenthalte, Praktika, internationale Begegnungen, Kooperationen, Partnerschaften und europäische Zusammenarbeit.
Gefördert werden unter anderem:
- Auslandssemester für Studierende,
- Auslandspraktika für Studierende und Graduierte,
- Auslandsaufenthalte für Auszubildende,
- Fortbildungen für Lehrkräfte und Bildungspersonal,
- Schulpartnerschaften,
- Projekte von Kitas und Schulen,
- Erwachsenenbildung,
- Jugendbegegnungen,
- Jugendpartizipationsprojekte,
- Fachkräftemobilität in der Jugendarbeit,
- Vereins- und NGO-Projekte,
- Sportprojekte,
- Kooperationspartnerschaften,
- Small-scale Partnerships,
- europäische Hochschulkooperationen,
- Inklusion und Teilhabe.
Für einzelne Bildungs- und Sprachthemen passt ergänzend der vorhandene Artikel Förderungen für Sprachen: Zuschüsse für Sprachkurse und Weiterbildung. Für allgemeine private Fördermöglichkeiten ist außerdem der vorhandene Überblick Förderungen für Privatpersonen hilfreich.
Wie viel Geld steht 2026 für Erasmus+ bereit?
Für Erasmus+ 2026 wurden EU-weit rund 5,2 Milliarden Euro für neue Fördermöglichkeiten in Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport angekündigt. Damit sollen rund 1,27 Millionen Menschen Lern- und Auslandserfahrungen sammeln können. Mehr als 100.000 Organisationen können von Erasmus+ profitieren, darunter Hochschulen, Schulen, Ausbildungszentren, Unternehmen, Jugendorganisationen und Sportorganisationen.
Für Deutschland sind mehrere Budgets besonders wichtig:
- Im Hochschulbereich nennt der DAAD für Erasmus+ Mobilitätsprojekte KA131 2026 rund 193,6 Millionen Euro plus 7 Millionen Euro aus ESF Plus, zusammen rund 200,6 Millionen Euro.
- Für Erasmus+ Mobilität mit nicht assoziierten Drittstaaten KA171 nennt der DAAD 2026 rund 30,6 Millionen Euro.
- Für Erasmus+ Cooperation Partnerships KA2 im Hochschulbereich nennt der DAAD 2026 rund 7,7 Millionen Euro.
- Für Erasmus+ Jugend nennt JUGEND für Europa für Deutschland 2026 ein Gesamtbudget von rund 48,1 Millionen Euro.
- Für Erasmus+ Sport werden 2026 europaweit rund 74 Millionen Euro als Fördermöglichkeiten genannt.
Diese Zahlen zeigen: Erasmus+ ist groß. Trotzdem ist das Geld nicht frei verfügbar. Es wird über Antragsrunden, Nationale Agenturen, Hochschulen, Organisationen und Förderlinien verteilt.
Die vier Nationalen Agenturen in Deutschland
In Deutschland wird Erasmus+ nicht von einer einzigen Stelle umgesetzt. Es gibt vier Nationale Agenturen, die jeweils für bestimmte Bildungsbereiche zuständig sind.
- DAAD: Erasmus+ im Hochschulbereich, also Studierende, Graduierte, Hochschulpersonal, Hochschulkooperationen.
- Nationale Agentur beim BIBB: Erasmus+ in der Berufsbildung und Erwachsenenbildung.
- Pädagogischer Austauschdienst der KMK: Erasmus+ im Schulbereich, also Schulen, Vorschulen und Kitas.
- JUGEND für Europa: Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps.
Die richtige Anlaufstelle ist entscheidend. Ein Verein mit Jugendprojekt gehört nicht zum DAAD. Ein Auszubildender ist meist bei der Berufsbildung richtig. Eine Schule geht zum PAD. Eine Hochschule geht zum DAAD. Ein Sportprojekt läuft häufig über zentral verwaltete Erasmus+ Sport-Förderlinien der EU.
Wer kann Erasmus+ Förderung bekommen?
Erasmus+ unterscheidet zwischen Einzelpersonen und Organisationen. Einzelpersonen erhalten oft eine Förderung, aber sie stellen häufig nicht selbst den Hauptantrag. Der Antrag läuft meist über eine Organisation.
Typische Teilnehmende sind:
- Studierende,
- Graduierte,
- Auszubildende,
- Berufsschülerinnen und Berufsschüler,
- Lehrkräfte,
- Erzieherinnen und Erzieher,
- Ausbilderinnen und Ausbilder,
- Bildungspersonal,
- Jugendliche,
- Fachkräfte der Jugendarbeit,
- ehrenamtlich Engagierte,
- Sportvereine und Sportorganisationen,
- Menschen mit geringeren Chancen.
Typische antragstellende Organisationen sind:
- Hochschulen,
- Berufsschulen,
- Ausbildungsbetriebe und Bildungsträger,
- Schulen, Kitas und Vorschulen,
- Volkshochschulen und Erwachsenenbildungsträger,
- Jugendverbände,
- Vereine,
- gemeinnützige Organisationen,
- Kommunen,
- Sportorganisationen,
- NGOs,
- Stiftungen,
- soziale Einrichtungen,
- internationale Projektpartnerschaften.
Für Kinder- und Jugendprojekte passt ergänzend der vorhandene Artikel Förderungen für Kinder und Jugendliche: Zuschüsse für Bildung und Schulmaterial.
Erasmus+ für Studierende: Auslandssemester und Praktikum
Studierende kennen Erasmus+ vor allem durch das Auslandssemester. Gefördert werden aber auch Praktika im Ausland. Zuständig ist in Deutschland der DAAD beziehungsweise die jeweilige Hochschule oder ein Erasmus-Konsortium.
Gefördert werden können:
- Studienaufenthalte an Partnerhochschulen,
- Auslandspraktika in Unternehmen oder Organisationen,
- Praktika nach dem Abschluss, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind,
- Blended Mobility mit digitalem und physischem Anteil,
- Kurzzeitmobilitäten,
- Mobilität mit Programmländern und teilweise Partnerländern,
- Zusatzförderung für Studierende mit geringeren Chancen.
Wichtig: Studierende beantragen Erasmus+ in der Regel über ihre Hochschule, nicht direkt bei der EU. Die Hochschule legt im Rahmen der Programmbedingungen fest, welche Partnerhochschulen, Bewerbungsfristen, Auswahlverfahren und Fördersätze gelten.
Erasmus+ Auslandspraktikum: Für wen lohnt es sich?
Ein Erasmus+ Auslandspraktikum kann für Studierende und Graduierte besonders wertvoll sein. Es verbindet internationale Erfahrung mit beruflicher Praxis. Gefördert werden Praktika in Programmländern und unter bestimmten Bedingungen auch in Partnerländern.
Nach DAAD-Informationen kann Erasmus+ Praktika in 34 Programmländern sowie in vielen außereuropäischen Partnerländern fördern. Die Förderung kann je nach Programmland bis zu 555 Euro pro Monat betragen. Bei Partnerländern nennt der DAAD 700 Euro pro Monat plus Reisekostenzuschuss. Die Förderdauer für ein Praktikum liegt grundsätzlich bei zwei bis zwölf Monaten, wobei die Heimathochschule die konkrete Förderentscheidung trifft.
Besonders interessant ist Erasmus+ Praktikum für:
- Studierende mit Pflichtpraktikum,
- Studierende mit freiwilligem Praktikum,
- Graduierte kurz nach Abschluss,
- Lehramtsstudierende,
- Studierende in sozialen, technischen, kaufmännischen, kreativen oder wissenschaftlichen Bereichen,
- Studierende, die später international arbeiten möchten.
Wichtig ist: Das Praktikum muss zum Studium beziehungsweise zur Qualifikation passen und rechtzeitig über die Hochschule oder zuständige Stelle beantragt werden.
Top-up: Zusatzförderung für Studierende mit geringeren Chancen
Erasmus+ soll nicht nur Studierenden offenstehen, die sich einen Auslandsaufenthalt leicht leisten können. Deshalb gibt es Zusatzförderungen für Studierende mit geringeren Chancen.
In Deutschland können bestimmte Gruppen einen monatlichen Aufstockungsbetrag von 250 Euro erhalten. Dazu gehören nach DAAD-Informationen unter anderem:
- Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung,
- Studierende, die mit Kind oder Kindern ins Ausland gehen,
- Studierende aus einem nicht-akademischen Elternhaus,
- erwerbstätige Studierende, soweit die Hochschule diese Zielgruppe berücksichtigt.
Zusätzlich können bei bestimmten Mehrbedarfen Realkostenanträge möglich sein, zum Beispiel bei Behinderung, chronischer Erkrankung oder Reisen mit Kind. Studierende sollten diese Möglichkeiten frühzeitig mit dem International Office ihrer Hochschule besprechen.
Erasmus+ für Auszubildende: Auslandspraktikum in der Berufsbildung
Erasmus+ ist nicht nur für Studierende da. Auch Auszubildende, Berufsschülerinnen und Berufsschüler sowie Ausbildungspersonal können gefördert werden. Zuständig ist in Deutschland die Nationale Agentur beim BIBB.
Gefördert werden können:
- Auslandspraktika während der Ausbildung,
- Lernaufenthalte im europäischen Ausland,
- Auslandsaufenthalte für Berufsschülerinnen und Berufsschüler,
- Fort- und Weiterbildungen für Ausbildungspersonal,
- Job Shadowing,
- Kurse und Schulungen,
- Mobilitätsprojekte von Berufsschulen, Kammern, Bildungsträgern oder Unternehmen.
Für Auszubildende ist wichtig: Der Antrag läuft meist nicht direkt über die einzelne Person, sondern über eine Einrichtung, zum Beispiel Berufsschule, Ausbildungsbetrieb, Kammer, Innung, Bildungsträger oder ein Mobilitätskonsortium.
Gerade kleine Betriebe sollten prüfen, ob es bestehende Erasmus+ Mobilitätsprojekte in ihrer Region gibt. Viele Auszubildende müssen nicht selbst ein komplexes EU-Projekt beantragen, sondern können über bestehende Plätze ins Ausland gehen.
MeinAuslandspraktikum.de: Praktischer Einstieg für Azubis
Für Auszubildende ist die Plattform MeinAuslandspraktikum.de ein praktischer Einstieg. Dort finden Azubis und Berufsschülerinnen und Berufsschüler Informationen, Tipps, Erfahrungsberichte und einen Stipendienfinder für Auslandsaufenthalte während der Ausbildung.
Das ist besonders hilfreich, wenn jemand zuerst wissen möchte:
- Welche Länder kommen infrage?
- Wie lange darf ein Praktikum dauern?
- Welche Förderprogramme gibt es?
- Wer hilft bei der Organisation?
- Wie überzeugt man den Ausbildungsbetrieb?
- Welche bestehenden Projekte haben Plätze frei?
Für Weiterbildungs- und Ausbildungsförderung allgemein ist auch der vorhandene Bereich Fördermittellexikon hilfreich.
Erasmus+ Weiterbildung: Fortbildung für Fachkräfte, Lehrkräfte und Bildungspersonal
Erasmus+ fördert nicht nur Lernende, sondern auch Personal. Das ist besonders wichtig für Schulen, Kitas, Erwachsenenbildung, Berufsbildung, Jugendarbeit und Hochschulen.
Förderfähig können sein:
- Fortbildungen im Ausland,
- Job Shadowing,
- Hospitationen,
- Unterrichtstätigkeit im Ausland,
- Fachaustausch,
- Teilnahme an Kursen,
- europäische Netzwerkarbeit,
- Qualitätsentwicklung der eigenen Einrichtung,
- Sprach- und interkulturelle Kompetenz,
- Digitalisierung und neue Lernmethoden.
Wichtig ist: Auch hier stellt meist die Einrichtung den Antrag. Eine einzelne Lehrkraft oder pädagogische Fachkraft nutzt Erasmus+ normalerweise über Schule, Kita, Hochschule, Bildungsträger oder Organisation.
Erasmus+ Schule: Für Schulen, Kitas und Vorschulen
Im Schulbereich ist der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz zuständig. Erasmus+ Schule fördert persönliche Begegnungen, digitalen Austausch und gemeinsame Projekte für Schulen, Vorschulen und Kitas aus Europa.
Gefördert werden können:
- Schülergruppenmobilität,
- Einzelmobilität von Schülerinnen und Schülern,
- Lehrkräftefortbildungen,
- Job Shadowing für Schulpersonal,
- europäische Schulpartnerschaften,
- Kita- und Vorschulprojekte,
- Projekte zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Demokratie, Inklusion und Sprachlernen,
- internationale Zusammenarbeit mit Partnerschulen.
Für Schulen und Kitas ist Erasmus+ besonders interessant, wenn Internationalisierung nicht nur ein einmaliger Austausch sein soll, sondern Teil der Schul- oder Einrichtungsentwicklung wird. Eine gute Erasmus+ Strategie zeigt, welche Kompetenzen Schülerinnen, Schüler, Kinder, Lehrkräfte und Einrichtung langfristig gewinnen.
Erasmus+ Erwachsenenbildung: Volkshochschulen, Vereine und Bildungsträger
Erwachsenenbildung wird oft unterschätzt. Erasmus+ kann auch Einrichtungen fördern, die mit Erwachsenen lernen und arbeiten. Dazu gehören zum Beispiel Volkshochschulen, Bildungswerke, Vereine, soziale Träger, Bibliotheken, Seniorenbildung, Grundbildung, politische Bildung, Sprachbildung oder inklusive Bildung.
Förderfähig können sein:
- Lernaufenthalte von erwachsenen Lernenden,
- Fortbildungen für Personal,
- Job Shadowing,
- Partnerschaften mit Einrichtungen in Europa,
- Projekte zu Grundbildung, Digitalisierung, Inklusion, Nachhaltigkeit oder Demokratie,
- Entwicklung neuer Lernangebote,
- europäischer Austausch zu Erwachsenenbildung.
Für 2026 ist wichtig: Viele reguläre Fristen für Kurzzeitprojekte liegen früh im Jahr. Wer später im Jahr plant, sollte bei der Nationalen Agentur beim BIBB prüfen, ob noch Beratung, Skizzenverfahren oder Vorbereitung für die nächste Antragsrunde möglich sind. Für die Erwachsenenbildung wurde 2026 ein Skizzenformular mit Frist bis 7. September 2026 genannt.
Erasmus+ Jugend: Jugendbegegnungen, Partizipation und Fachkräfte
Erasmus+ Jugend ist für Vereine, Jugendgruppen, Jugendverbände, Kommunen, Jugendzentren, soziale Träger, Schulen im non-formalen Kontext und informelle Jugendgruppen besonders spannend. Zuständig ist JUGEND für Europa.
Gefördert werden unter anderem:
- Jugendbegegnungen,
- Fachkräftemobilität in der Jugendarbeit,
- Jugendpartizipationsprojekte,
- DiscoverEU Inklusion,
- Small-scale Partnerships,
- Cooperation Partnerships,
- Kapazitätsaufbau und internationale Zusammenarbeit,
- Projekte zu Demokratie, Nachhaltigkeit, Vielfalt, Inklusion und Europa.
Für 2026 stehen in Deutschland im Bereich Erasmus+ Jugend rund 48,1 Millionen Euro zur Verfügung. Das macht diesen Bereich für Vereine und Jugendträger besonders interessant.
Jugendbegegnungen: Europa erleben statt nur darüber reden
Jugendbegegnungen sind eines der bekanntesten Erasmus+ Jugendformate. Junge Menschen aus mindestens zwei Ländern treffen sich, arbeiten gemeinsam an einem Thema, lernen voneinander und erleben Europa praktisch.
Geeignete Themen sind:
- Demokratie und Beteiligung,
- Klimaschutz und Nachhaltigkeit,
- Medienkompetenz,
- Sport und Inklusion,
- Kultur, Musik und Theater,
- Antidiskriminierung,
- Frieden und Erinnerung,
- soziales Engagement,
- Berufsorientierung,
- ländliche Räume und Jugendbeteiligung.
Jugendbegegnungen sind keine touristischen Gruppenreisen. Sie brauchen ein pädagogisches Konzept, aktive Beteiligung junger Menschen, nichtformales Lernen, europäische Dimension, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.
Für Demokratie-, Integration- und Jugendthemen passt ergänzend der vorhandene Artikel Förderungen für Flüchtlinge: Unterstützung für Integration und Bildung.
Jugendpartizipationsprojekte: Mitreden, mitgestalten, verändern
Jugendpartizipationsprojekte unterstützen junge Menschen dabei, Beteiligungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen. Sie fördern die Beteiligung am demokratischen Leben in Europa und stärken Engagement für die Zivilgesellschaft.
Geeignete Projekte sind zum Beispiel:
- Jugendforum mit Kommune,
- Jugendbudget,
- Dialog mit Entscheidungsträgern,
- Projekt zu Kommunalpolitik,
- europäische Jugendkampagne,
- digitale Beteiligungsplattform,
- Workshops zu Demokratie, Medien und Desinformation,
- Beteiligung junger Menschen mit geringeren Chancen,
- Jugendprojekt gegen Diskriminierung,
- Entwicklung neuer Beteiligungsstrukturen.
Jugendpartizipationsprojekte können lokal, regional, national, transnational oder international angelegt sein. Wichtig ist, dass junge Menschen nicht nur Zielgruppe sind, sondern selbst aktiv gestalten.
Erasmus+ für Vereine: Welche Chancen gibt es?
Vereine können Erasmus+ nutzen, wenn sie in Bildung, Jugend, Sport, Inklusion, Kultur, Ehrenamt, Erwachsenenbildung oder internationaler Zusammenarbeit aktiv sind. Besonders realistisch sind Jugendprojekte, Small-scale Partnerships, Begegnungen, Fachkräfteaustausch und Sportprojekte.
Geeignete Vereine sind zum Beispiel:
- Jugendvereine,
- Sportvereine,
- Kulturvereine,
- Musikvereine,
- Bildungsvereine,
- Migrantenorganisationen,
- Umweltvereine,
- soziale Vereine,
- Inklusionsvereine,
- Demokratie- und Beteiligungsinitiativen,
- Träger der Erwachsenenbildung,
- Fördervereine mit europäischer Projektidee.
Vereine sollten nicht mit einem zu großen Antrag starten. Oft ist ein Jugendprojekt, eine Begegnung oder eine Small-scale Partnership der bessere Einstieg als eine große Cooperation Partnership.
Small-scale Partnerships: 30.000 oder 60.000 Euro Pauschalförderung
Small-scale Partnerships sind besonders interessant für kleinere Organisationen, neue Antragsteller und Vereine. Sie sollen den Einstieg in europäische Zusammenarbeit erleichtern. Nach dem Erasmus+ Programmleitfaden gibt es zwei feste Pauschalbeträge: 30.000 Euro und 60.000 Euro.
Geeignete Projekte sind:
- kleine europäische Bildungskooperationen,
- Vereinspartnerschaften,
- Jugend- und Sportprojekte,
- Erwachsenenbildungsprojekte,
- Inklusionsprojekte,
- Materialentwicklung,
- Workshops und Austausch,
- Praxisleitfäden,
- europäische Netzwerke,
- Projekte zu Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Demokratie.
Der Vorteil: Die Pauschallogik kann einfacher sein als eine detaillierte Kostenabrechnung. Der Nachteil: Der Antrag muss trotzdem gut begründen, warum der gewählte Pauschalbetrag zur Projektlogik passt. Es reicht nicht, einfach 60.000 Euro anzukreuzen.
Cooperation Partnerships: 120.000, 250.000 oder 400.000 Euro
Cooperation Partnerships sind größere Erasmus+ Partnerschaften. Nach dem Programmleitfaden gibt es drei feste Pauschalbeträge: 120.000 Euro, 250.000 Euro und 400.000 Euro.
Sie passen für Organisationen, die bereits mehr Erfahrung haben und größere Ergebnisse entwickeln wollen, zum Beispiel:
- Curricula,
- Bildungsplattformen,
- Trainingsprogramme,
- Fachkräftekonzepte,
- europäische Handreichungen,
- Methodenentwicklung,
- Qualitätsstandards,
- Innovation in Bildung, Jugend oder Sport,
- größere europäische Netzwerke,
- strukturierte Zusammenarbeit mehrerer Länder.
Für kleine Vereine ist diese Förderlinie anspruchsvoll. Wer noch keine EU-Erfahrung hat, sollte zuerst mit einem kleineren Projekt starten oder sich einem erfahrenen Konsortium anschließen.
Erasmus+ Sport: Chance für Sportvereine und Verbände
Erasmus+ Sport unterstützt europäische Projekte im Sportbereich. 2026 bietet Erasmus+ Sport europaweit rund 74 Millionen Euro Fördermöglichkeiten. Für Sportvereine, Verbände und Sportorganisationen können insbesondere Kooperationen, Small-scale Partnerships, gemeinnützige Sportveranstaltungen und Projekte zu Inklusion, Ehrenamt, Teilhabe, Gesundheit oder Antidiskriminierung interessant sein.
Geeignete Themen sind:
- soziale Eingliederung durch Sport,
- Bekämpfung von Diskriminierung im Sport,
- Gleichstellung der Geschlechter,
- Förderung von körperlicher Aktivität,
- Ehrenamt im Sport,
- Nachhaltigkeit im Sportverein,
- Jugendbeteiligung im Sport,
- Inklusion von Menschen mit Behinderung,
- europäische Vereinskooperationen,
- Sport und Gesundheit.
Sportvereine sollten aber beachten: Erasmus+ Sport ist in vielen Fällen zentral verwaltet und europäisch ausgerichtet. Ein normales lokales Turnier ohne europäischen Mehrwert wird kaum passen.
Erasmus+ und Digitalisierung: Online-Lernen, Plattformen und KI
Digitalisierung spielt in Erasmus+ eine immer größere Rolle. Digitale Lernplattformen, Blended Learning, virtuelle Vorbereitung, Online-Kollaboration, digitale Jugendbeteiligung, KI-Kompetenz, Medienbildung und digitale Tools können Projektbestandteile sein.
Förderfähig können sein:
- digitale Lernmaterialien,
- Online-Workshops,
- Blended Mobility,
- virtuelle Zusammenarbeit,
- digitale Jugendbeteiligung,
- Medienkompetenz,
- KI-Kompetenz in Bildung und Jugendarbeit,
- Plattformen für Projektpartner,
- digitale Dissemination,
- barrierearme digitale Bildungsangebote.
Für technische und digitale Förderideen passt ergänzend der vorhandene Artikel Fördermöglichkeiten für IT & digitale Transformation.
Inklusion: Erasmus+ gezielt für Menschen mit geringeren Chancen nutzen
Inklusion ist eine zentrale Priorität von Erasmus+. Menschen mit geringeren Chancen sollen leichter teilnehmen können. Dazu gehören je nach Förderbereich Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung, geringem Einkommen, Bildungsbenachteiligung, Diskriminierungserfahrung, Fluchtgeschichte, ländlicher Isolation oder anderen Hürden.
Unterstützung kann möglich sein für:
- Aufstockungsbeträge,
- Realkostenanträge,
- Begleitpersonen,
- barrierefreie Reisen,
- besondere Unterkunftsbedarfe,
- Dolmetschung,
- pädagogische Begleitung,
- Inklusionspauschalen,
- zusätzliche Vorbereitung,
- Teilnahme von Menschen, die sonst nicht ins Ausland gehen würden.
Ein guter Antrag beschreibt nicht nur, dass ein Projekt offen ist. Er zeigt konkret, welche Hürden bestehen und wie diese abgebaut werden.
Was wird typischerweise gefördert?
Je nach Erasmus+ Förderlinie können unterschiedliche Kosten unterstützt werden. Häufig relevant sind:
- Reisekosten,
- Aufenthaltskosten,
- Organisationskosten,
- Kursgebühren,
- Projektmanagement,
- Workshops und Veranstaltungen,
- Materialentwicklung,
- Dolmetschung und Übersetzung,
- Inklusionsunterstützung,
- besondere Kosten bei Behinderung oder Kind,
- digitale Projektarbeit,
- Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit,
- Vorbereitung und Nachbereitung,
- Partnerschaftstreffen,
- Evaluation und Verbreitung der Ergebnisse.
Nicht oder nur eingeschränkt förderfähig sind häufig:
- reine Urlaubsreisen,
- touristische Klassenfahrten ohne Lernkonzept,
- bereits begonnene Projekte,
- nationale Projekte ohne europäischen Mehrwert,
- Einzelmaßnahmen ohne zuständige Organisation,
- Doppelförderung derselben Kosten,
- private Anschaffungen ohne Projektbezug,
- Luxusausgaben,
- Kosten außerhalb des Förderzeitraums,
- Ausgaben ohne Nachweis, wenn Nachweise erforderlich sind.
So finden Sie den richtigen Erasmus+ Förderweg
Der wichtigste Schritt ist die richtige Zuordnung. Wer falsch startet, verliert Zeit und verpasst Fristen.
Sie sind Studentin oder Student
Wenden Sie sich zuerst an das International Office Ihrer Hochschule. Dort erfahren Sie, ob Auslandssemester, Praktikum, Top-up, Partnerländer, Bewerbungsfristen und Zusatzförderung möglich sind.
Sie sind Auszubildende oder Auszubildender
Fragen Sie Berufsschule, Ausbildungsbetrieb, Kammer, Innung oder Bildungsträger, ob es Erasmus+ Mobilitätsprojekte gibt. Nutzen Sie zusätzlich MeinAuslandspraktikum.de.
Sie sind Lehrkraft oder Kita-Fachkraft
Prüfen Sie Erasmus+ Schule beim PAD. In der Regel braucht es eine Antragstellung über Schule, Kita oder Träger.
Sie sind Verein oder Jugendgruppe
Prüfen Sie Erasmus+ Jugend bei JUGEND für Europa. Jugendbegegnungen, Jugendpartizipation und Small-scale Partnerships sind oft gute Einstiege.
Sie sind Volkshochschule oder Bildungsträger
Prüfen Sie Erasmus+ Erwachsenenbildung bei der Nationalen Agentur beim BIBB.
Sie sind Sportverein
Prüfen Sie Erasmus+ Sport, Small-scale Partnerships oder Kooperationen mit europäischen Partnern.
Die richtige Reihenfolge beim Erasmus+ Antrag
Viele Erasmus+ Förderungen haben feste Fristen. Deshalb ist Planung entscheidend.
- Förderbereich bestimmen: Hochschule, Berufsbildung, Schule, Erwachsenenbildung, Jugend oder Sport.
- Zuständige Nationale Agentur oder EU-Förderstelle finden.
- Prüfen, ob Einzelperson oder Organisation antragsberechtigt ist.
- Projektidee oder Mobilitätsziel klar beschreiben.
- Partnerorganisationen suchen, falls notwendig.
- Fristen und Programmleitfaden prüfen.
- Teilnehmende und Zielgruppe definieren.
- Kosten, Pauschalen und Eigenanteile klären.
- Inklusionsbedarf und Zusatzförderung prüfen.
- Antrag rechtzeitig vorbereiten.
- Vor Projektbeginn Bewilligung oder zulässigen Start abwarten.
- Projekt durchführen und dokumentieren.
- Nachweise, Berichte und Evaluation fristgerecht einreichen.
Welche Unterlagen werden häufig benötigt?
Je nach Förderlinie können erforderlich sein:
- Projektbeschreibung,
- Mobilitätsplan,
- Lernziele,
- Partnervereinbarung,
- Learning Agreement oder vergleichbare Lernvereinbarung,
- Kostenplan,
- Teilnehmerdaten,
- Nachweis der Organisation,
- OID-Registrierung bei Organisationen,
- Bankdaten der Organisation,
- Inklusionsnachweise bei Zusatzförderung,
- Versicherungsklärung,
- Reise- und Sicherheitsplanung,
- Datenschutz- und Einverständniserklärungen,
- spätere Teilnahmebescheinigungen und Berichte.
Bei Hochschulen, Schulen und Berufsbildungseinrichtungen laufen viele Unterlagen intern über die jeweilige Organisation. Vereine und Jugendgruppen müssen dagegen oft selbst stärker organisieren.
So formulieren Sie ein starkes Erasmus+ Projekt
Ein schwacher Antrag sagt: „Wir möchten Jugendliche nach Spanien schicken.“ Ein starker Antrag sagt: „Wir bringen junge Menschen aus Deutschland, Spanien und Polen zusammen, die sich mit demokratischer Beteiligung im ländlichen Raum beschäftigen. Sie entwickeln eigene lokale Aktionen, lernen europäische Beteiligungsformen kennen und veröffentlichen gemeinsam ein digitales Toolkit für Jugendgruppen.“
Ein guter Antrag beantwortet diese Fragen:
- Warum ist das Projekt europäisch?
- Welche Zielgruppe wird erreicht?
- Welche Lernziele gibt es?
- Welche Partner sind beteiligt?
- Welche Rolle übernehmen junge Menschen oder Lernende selbst?
- Wie wird Inklusion gesichert?
- Wie werden Ergebnisse genutzt?
- Wie wird das Projekt nachbereitet?
- Wie wird Wirkung dokumentiert?
- Wie wird der europäische Mehrwert sichtbar?
Praxisbeispiele
Beispiel 1: Studentin macht Praktikum in Irland
Eine Studentin möchte drei Monate ein Praktikum in Irland absolvieren. Sie wendet sich an das International Office ihrer Hochschule, prüft Erasmus+ Praktikum, Bewerbungsfristen, Learning Agreement, Versicherung und mögliche Top-ups. Die Förderung läuft über die Hochschule.
Beispiel 2: Azubi arbeitet vier Wochen in Italien
Ein Auszubildender möchte Berufserfahrung in Italien sammeln. Er fragt Berufsschule und Ausbildungsbetrieb, ob es Erasmus+ Berufsbildungsprojekte gibt. Gibt es kein eigenes Projekt, sucht er über bestehende Mobilitätskonsortien oder MeinAuslandspraktikum.de nach Möglichkeiten.
Beispiel 3: Verein plant Jugendbegegnung
Ein Jugendverein möchte Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Tschechien zu Klima, Medien und Demokratie zusammenbringen. Erasmus+ Jugendbegegnung kann passen, wenn junge Menschen aktiv beteiligt sind und das Projekt nicht touristisch, sondern pädagogisch angelegt ist.
Beispiel 4: Volkshochschule startet europäische Partnerschaft
Eine Volkshochschule möchte mit Partnern in Spanien und Schweden neue Lernformate für ältere Menschen entwickeln. Erasmus+ Erwachsenenbildung, Small-scale Partnership oder Cooperation Partnership können passen, je nach Umfang und Erfahrung.
Beispiel 5: Sportverein macht Inklusionsprojekt
Ein Sportverein möchte mit Partnern in Europa ein inklusives Sportangebot für junge Menschen mit und ohne Behinderung entwickeln. Erasmus+ Sport oder eine Small-scale Partnership kann passen, wenn europäische Zusammenarbeit, Inklusion und Ergebnisnutzung klar beschrieben sind.
Häufige Fehler bei Erasmus+ Förderung
- Falsche Nationale Agentur wird angesprochen.
- Einzelperson versucht direkt einen Antrag zu stellen, obwohl die Organisation zuständig ist.
- Fristen werden zu spät geprüft.
- Projekt hat keinen europäischen Mehrwert.
- Auslandsaufenthalt wird wie Urlaub oder Klassenfahrt beschrieben.
- Lernziele fehlen.
- Partnerorganisationen sind nicht wirklich beteiligt.
- Inklusion wird nur behauptet, aber nicht konkret geplant.
- Kostenpauschalen werden falsch verstanden.
- Top-up und Zusatzförderung werden vergessen.
- Versicherung, Aufenthaltsrecht oder Arbeitsschutz werden zu spät geklärt.
- Nachweise und Berichte werden nicht von Anfang an vorbereitet.
- Doppelförderung derselben Kosten wird riskiert.
Checkliste: Erasmus+ Förderung 2026 richtig nutzen
- Förderbereich eindeutig bestimmen.
- Zuständige Nationale Agentur prüfen.
- Fristen im Programmleitfaden 2026 prüfen.
- Bei Studierenden International Office kontaktieren.
- Bei Azubis Berufsschule, Betrieb oder Kammer fragen.
- Bei Schulen und Kitas PAD prüfen.
- Bei Erwachsenenbildung NA beim BIBB prüfen.
- Bei Jugendprojekten JUGEND für Europa prüfen.
- Bei Sportprojekten Erasmus+ Sport prüfen.
- Europäischen Mehrwert klar formulieren.
- Lernziele und Zielgruppe sauber beschreiben.
- Partnerorganisationen früh einbinden.
- Inklusionsförderung und Top-ups prüfen.
- Antrag rechtzeitig vor Projektbeginn stellen.
- Nachweise, Berichte und Dokumentation von Anfang an organisieren.
Rechtssichere Einordnung
Erasmus+ Förderbedingungen ändern sich regelmäßig. Budgets, Fristen, Pauschalen, Förderhöhen, Zielländer, Antragswege, Top-ups, Nachweispflichten, Akkreditierungsregeln und Programmschwerpunkte können sich je nach Förderjahr, Bildungsbereich, Nationaler Agentur und Projektart unterscheiden. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht automatisch.
Dieser Artikel bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer-, Fördermittel-, Aufenthalts-, Versicherungs-, Hochschul-, Schul-, Berufsbildungs-, Jugendhilfe- oder Vereinsberatung. Vor Bewerbung, Antragstellung, Reisebuchung, Vertragsabschluss, Praktikumsbeginn oder Projektstart sollten Antragsteller die konkrete Förderfähigkeit mit Hochschule, Nationaler Agentur, Schule, Träger, Verein, Arbeitgeber, Förderstelle oder Fachberatung prüfen.
Fazit: Erasmus+ Förderung 2026 ist viel mehr als ein Auslandssemester
Erasmus+ Förderung 2026 bietet große Chancen für Studierende, Auszubildende, Lehrkräfte, Bildungspersonal, Jugendgruppen, Vereine, Sportorganisationen, Schulen, Kitas, Hochschulen und Erwachsenenbildung. Gefördert werden Auslandspraktika, Weiterbildung, Jugendbegegnungen, Partizipation, Schulprojekte, Berufsbildung, Hochschulmobilität, europäische Partnerschaften und Sportprojekte.
Der wichtigste Erfolgsfaktor ist die richtige Zuordnung. Studierende gehen zum International Office. Azubis prüfen Berufsbildung und MeinAuslandspraktikum.de. Schulen und Kitas nutzen den PAD. Vereine und Jugendgruppen prüfen JUGEND für Europa. Erwachsenenbildungsträger gehen zur NA beim BIBB. Sportorganisationen prüfen Erasmus+ Sport. Wer früh plant, Fristen einhält, europäischen Mehrwert zeigt und Zusatzförderungen nutzt, kann 2026 deutlich mehr aus Erasmus+ herausholen.
Aktuelle Fördermeldungen finden Sie zusätzlich im vorhandenen Bereich News. Grundbegriffe finden Sie im Fördermittellexikon und allgemeine Fragen im Bereich Häufig gestellte Fragen.
Häufige Fragen zur Erasmus+ Förderung 2026
Was fördert Erasmus+ 2026?
Erasmus+ fördert Auslandsaufenthalte, Praktika, Weiterbildung, Schulprojekte, Berufsbildung, Hochschulmobilität, Jugendbegegnungen, Jugendpartizipation, Erwachsenenbildung, Sportprojekte und europäische Partnerschaften.
Können Studierende Erasmus+ für ein Praktikum nutzen?
Ja. Studierende und unter bestimmten Bedingungen Graduierte können Erasmus+ für Auslandspraktika nutzen. Der Antrag läuft in der Regel über die eigene Hochschule oder ein Erasmus-Konsortium.
Wie viel Geld bekommt man für ein Erasmus+ Praktikum?
Die Höhe hängt von Zielland, Hochschule, Förderlinie und Zusatzförderung ab. Der DAAD nennt für Praktika je nach Programmland bis zu 555 Euro pro Monat und bei Partnerländern 700 Euro pro Monat plus Reisekostenzuschuss.
Können Auszubildende Erasmus+ bekommen?
Ja. Auszubildende können über Erasmus+ Berufsbildung Auslandspraktika und Lernaufenthalte absolvieren. Meist läuft die Förderung über Berufsschule, Betrieb, Kammer, Bildungsträger oder ein Mobilitätskonsortium.
Können Vereine Erasmus+ beantragen?
Ja. Vereine können insbesondere im Bereich Jugend, Erwachsenenbildung, Sport und Partnerschaften antragsberechtigt sein. Besonders interessant sind Jugendbegegnungen, Jugendpartizipationsprojekte und Small-scale Partnerships.
Was sind Small-scale Partnerships?
Small-scale Partnerships sind kleinere Erasmus+ Partnerschaften mit festen Pauschalen von 30.000 Euro oder 60.000 Euro. Sie eignen sich besonders für kleinere Organisationen und neue Antragsteller.
Was sind Cooperation Partnerships?
Cooperation Partnerships sind größere europäische Kooperationsprojekte mit Pauschalen von 120.000 Euro, 250.000 Euro oder 400.000 Euro. Sie passen eher für erfahrene Organisationen und größere Projektziele.
Welche Stelle ist für Erasmus+ zuständig?
Das hängt vom Bereich ab: DAAD für Hochschulen, NA beim BIBB für Berufs- und Erwachsenenbildung, PAD für Schulen und Kitas, JUGEND für Europa für Jugendprojekte.
Gibt es Zusatzförderung für Menschen mit geringeren Chancen?
Ja. Erasmus+ bietet zusätzliche Unterstützung für Teilnehmende mit geringeren Chancen, zum Beispiel Top-ups, Realkostenanträge, Inklusionsunterstützung und besondere Hilfen bei Behinderung, chronischer Erkrankung oder Reisen mit Kind.
Was ist der beste erste Schritt?
Der beste erste Schritt ist die richtige Einordnung: Hochschule, Ausbildung, Schule, Erwachsenenbildung, Jugend, Verein oder Sport. Danach sollte die zuständige Nationale Agentur oder Einrichtung kontaktiert werden.
Offizielle Quellen und weiterführende Informationen
- EU-Kommission: Erasmus+ Programmleitfaden 2026
- Erasmusplus.de: Aufruf zum Programm Erasmus+ 2026 veröffentlicht
- Vertretung der EU-Kommission in Deutschland: 5,2 Milliarden Euro für Erasmus+ 2026
- Erasmusplus.de: Erasmus+ in Deutschland
- DAAD: Erasmus+ Budgets im deutschen Hochschulbereich
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