Kroatien-Förderungen 2026: Auswandern, gründen und den Lebenstraum an der Adria verwirklichen
Kroatien ist für viele Deutsche ein Traum: glasklares Wasser, Inseln, alte Steinhäuser, Olivenhaine, Weinberge, Lavendel, kleine Häfen, Segelboote, historische Städte, Berge, Nationalparks, Fischerei, Sonne, Kultur und das Gefühl von Freiheit an der Adria. Viele träumen davon, dort nicht nur Urlaub zu machen, sondern etwas Eigenes aufzubauen: eine kleine Pension, ein Ferienhaus-Service, eine Olivenölmarke, eine Finca, ein Bootstour-Angebot, ein nachhaltiges Tourismusprojekt, eine digitale Agentur, ein Coworking-Ort, ein Restaurant, ein Handwerksbetrieb, ein Filmprojekt, eine Tauchschule, ein Kulturort oder eine kleine Landwirtschaft.
Die spannende Frage lautet: Gibt es Förderungen, wenn Deutsche in Kroatien etwas starten möchten? Die ehrliche Antwort lautet: Niemand zahlt Ihnen einfach den Umzug ans Meer. Aber Kroatien ist 2026 eines der interessantesten EU-Länder für Menschen, die aus einem Lebenstraum ein echtes Projekt machen wollen. Denn Kroatien bekommt EU-Mittel, hat nationale Förderprogramme, Selbstständigenzuschüsse, günstige Kredite, Tourismusförderung, Agrarförderung, Inselförderung, Fischerei- und Aquakulturprogramme, Kulturförderung, Innovationsförderung, Investitionsanreize und regionale Entwicklungsmittel.
Der starke Hook für dieses Thema lautet: Niemand bezahlt Ihr Ferienhaus an der Adria. Aber wer in Kroatien ein echtes Unternehmen, ein Inselprojekt, eine Landwirtschaft, ein Tourismusangebot oder eine nachhaltige Idee startet, kann Förderungen finden.
Kurz erklärt: Kroatien fördert nicht den privaten Traum vom Meer, sondern konkrete Vorhaben: Selbstständigkeit, grüne und digitale Geschäftsmodelle, Tourismus, Landwirtschaft, Oliven, Wein, Lavendel, Fischerei, Aquakultur, Inselentwicklung, Kultur, Film, Energie, Digitalisierung, Innovation, Produktion, Handwerk, Export, soziale Dienste oder regionale Entwicklung. Entscheidend sind Rechtsform, Projekt, Standort, Frist, Eigenanteil, Antrag vor Beginn und die kroatische Förderstelle.
Warum Kroatien für Deutsche so spannend ist
Kroatien ist seit 2013 Mitglied der Europäischen Union und seit 2023 Teil des Euro- und Schengenraums. Für Deutsche ist das ein großer Vorteil: Kroatien ist kein kompliziertes Drittland, sondern ein EU-Ziel mit Freizügigkeit, Euro, relativ guter Erreichbarkeit, europäischem Förderrahmen und vielen regionalen Entwicklungsthemen.
Für Menschen mit Auswanderungs- oder Gründungsidee ist Kroatien besonders interessant wegen:
- EU-Freizügigkeit für Deutsche,
- milderem Klima und hoher Lebensqualität,
- Adria, Inseln und Küstenregionen,
- starkem Tourismusmarkt,
- vielen historischen Immobilien und Dörfern,
- ländlichen Regionen mit Entwicklungsbedarf,
- Inselprogrammen und regionaler Förderung,
- EU-Kohäsionsmitteln,
- Tourismusförderung,
- Agrarförderung über die Gemeinsame Agrarpolitik,
- Fischerei- und Aquakulturförderung,
- digitalen Geschäftsmodellen,
- Investitionsanreizen,
- Kultur- und Filmförderung,
- grüner und digitaler Transformation.
Wichtig ist aber: Kroatien ist kein Förderparadies, in dem jeder automatisch Geld bekommt. Die Programme sind oft kroatischsprachig, an Fristen gebunden, formell, projektbezogen und mit Nachweispflichten verbunden. Wer erfolgreich sein will, braucht einen echten Businessplan und lokale Beratung.
Grundlagen zu Förderarten finden Sie im vorhandenen Fördermittellexikon der wichtigsten Förderungen. Für Gründer passt außerdem der vorhandene Ratgeber Top 10 Förderungen für Existenzgründer.
Die wichtigste Wahrheit: Auswandern wird nicht gefördert, Projekte schon
Viele Menschen suchen nach „Kroatien Auswandern Förderung“ und hoffen auf Geld für Umzug, Hauskauf oder ein neues Leben am Meer. So funktionieren Förderprogramme nicht. Private Auswanderung, private Miete, privater Immobilienkauf, privates Ferienhaus, Lebenshaltungskosten oder ein ungeprüfter Traum werden normalerweise nicht gefördert.
Förderfähig kann aber werden:
- eine echte Selbstständigkeit,
- ein kroatisches Unternehmen,
- ein nachhaltiges Tourismusprojekt,
- ein digitaler Service,
- eine Landwirtschaft,
- ein Olivenhain,
- ein Wein- oder Lavendelprojekt,
- ein Fischerei- oder Aquakulturprojekt,
- ein Inselprojekt,
- ein Kultur- oder Kreativprojekt,
- ein Film- oder Medienprojekt,
- eine Investition in Produktion oder Innovation,
- ein Energieeffizienz- oder PV-Projekt,
- ein soziales Dienstleistungsprojekt,
- ein Projekt mit Arbeitsplätzen,
- ein regionales Entwicklungsprojekt.
Die Förderlogik lautet also nicht: „Ich möchte an die Adria ziehen.“ Die Förderlogik lautet: „Ich baue in Kroatien ein Projekt auf, das wirtschaftlichen, regionalen, sozialen, ökologischen oder kulturellen Mehrwert schafft.“
EU-Freizügigkeit: Der Vorteil für Deutsche
Als Deutsche sind Sie EU-Bürger. Sie können grundsätzlich in einem anderen EU-Land arbeiten, selbstständig tätig sein oder ein Unternehmen gründen. Kroatien ist damit deutlich einfacher als Nicht-EU-Ziele.
Trotzdem müssen Sie bei echter Auswanderung und Arbeit in Kroatien prüfen:
- Aufenthaltsregistrierung,
- OIB, also kroatische persönliche Identifikationsnummer,
- Wohnsitz und Steuerwohnsitz,
- Krankenversicherung,
- Sozialversicherung,
- Anmeldung als Selbstständiger oder Gesellschaft,
- Umsatzsteuer beziehungsweise kroatische Steuerpflichten,
- deutsche Wegzugs- und Steuerfragen,
- Gewerbe- und Branchenzulassungen,
- Tourismus- oder Vermietungsgenehmigungen,
- Eigentums- und Baurecht,
- Bankkonto und Buchhaltung.
EU-Freizügigkeit macht den Start leichter. Sie ersetzt aber keine steuerliche, rechtliche und förderrechtliche Planung.
Die große Förderlandschaft in Kroatien
Kroatien nutzt viele Förderquellen gleichzeitig. Wer ein Projekt plant, sollte nicht nur nach einem Zuschuss suchen, sondern nach dem richtigen Förderweg.
Wichtige Förderquellen sind:
- EU-Kohäsionspolitik 2021–2027,
- National Recovery and Resilience Plan, kurz NPOO/RRF,
- European Social Fund Plus,
- European Regional Development Fund,
- Integrated Territorial Programme,
- CAP Strategic Plan 2023–2027 für Landwirtschaft,
- LEADER/CLLD für ländliche Entwicklung,
- European Maritime, Fisheries and Aquaculture Fund,
- HZZ-Arbeitsmarkt- und Selbstständigenförderung,
- HAMAG-BICRO-Kredite, Garantien und Zuschüsse,
- HBOR-Entwicklungsbank,
- Investitionsanreize nach Investment Promotion Act,
- Ministerium für Tourismus und Sport,
- Ministerium für Kultur und Medien,
- Croatian Audiovisual Centre,
- regionale und kommunale Programme,
- Inselprogramme,
- Interreg-Programme.
Selbstständigkeit: HZZ-Zuschuss als echter Einstieg
Für Menschen, die in Kroatien wirklich starten wollen, ist die Selbstständigenförderung des kroatischen Arbeitsamts HZZ besonders wichtig. Sie richtet sich an arbeitslos gemeldete Personen in Kroatien, die ein eigenes Unternehmen, einen Gewerbebetrieb, eine selbstständige Tätigkeit oder eine Einrichtung gründen möchten.
Die normale Förderung für Selbstständigkeit 2026 kann je nach Rechtsform und Tätigkeit bis zu 7.000 Euro, 10.000 Euro oder 15.000 Euro betragen. Bei grünen oder digitalen Tätigkeiten kann die Förderung bis zu 10.000 Euro für bestimmte pauschal besteuerte Gewerbe und bis zu 20.000 Euro für andere Formen und passende Tätigkeiten betragen.
Interessant ist das für:
- digitale Dienstleistungen,
- Webdesign,
- Software,
- IT-Beratung,
- Content-Produktion,
- Fotografie,
- Kreativwirtschaft,
- Handwerk,
- technische Dienstleistungen,
- Bildung und Kurse,
- gesundheitsnahe Dienstleistungen,
- soziale Dienstleistungen,
- grüne Dienstleistungen,
- Energie- und Umweltprojekte.
Wichtig: Nicht alle Branchen sind förderfähig. Landwirtschaft, Fischerei, Unterkunft, Gastronomie, Immobilien, Handel, Transport, Reiseagenturen und bestimmte Vermietungs- oder Vermittlungstätigkeiten können bei der HZZ-Selbstständigenförderung ausgeschlossen sein. Für diese Bereiche muss man andere Förderwege prüfen.
Grüne und digitale Selbstständigkeit: Besonders spannend
Die HZZ-Förderung für grüne oder digitale Selbstständigkeit ist besonders interessant, weil sie höhere Beträge ermöglichen kann. Voraussetzung ist, dass der überwiegende Teil der Einnahmen aus grünen Produkten, grünen Dienstleistungen, IKT-Dienstleistungen oder IKT-Produkten stammt.
Geeignete Ideen können sein:
- Softwareentwicklung,
- KI- und Automatisierungsdienstleistungen,
- Webagentur,
- digitale Buchungssysteme,
- Tourismus-Software,
- E-Commerce-Systeme,
- digitale Marketingagentur,
- Online-Kurse,
- Energieberatung,
- PV-Planung,
- Umwelttechnik,
- Reparatur und Ressourceneffizienz,
- nachhaltige Produktentwicklung,
- digitale Lösungen für Landwirtschaft oder Tourismus.
Für Deutsche mit digitalem Know-how ist das eine der interessantesten Einstiegsideen: in Kroatien leben, lokal registriert arbeiten und ein digitales oder grünes Geschäftsmodell aufbauen.
„Biram Hrvatsku“: Rückkehrerprogramm – nicht für jeden Deutschen
Kroatien hat mit „Biram Hrvatsku“ ein Programm für Rückkehrer nach Kroatien. Es richtet sich an Menschen, die nach Kroatien zurückkehren und ein eigenes Unternehmen gründen. Für Deutsche ohne kroatischen Hintergrund ist das meistens nicht der direkte Weg. Für Kroaten aus Deutschland oder Menschen mit kroatischer Verbindung kann es aber sehr interessant sein.
Das Thema zeigt eine wichtige Logik: Kroatien will Menschen und wirtschaftliche Aktivität zurückholen, ländliche Regionen beleben und neue Selbstständigkeit fördern. Wer einen kroatischen Bezug hat, sollte dieses Programm prüfen.
HAMAG-BICRO: Kredite, Garantien und Unterstützung für kleine Unternehmen
HAMAG-BICRO ist die zentrale kroatische Agentur für kleine Unternehmen, Innovationen und Investitionen. Sie unterstützt Unternehmer in verschiedenen Entwicklungsphasen: von der Idee über Forschung, Entwicklung und Finanzierung bis zur Markteinführung.
Besonders relevant sind:
- Mikrokredite,
- kleine Investitionskredite,
- Garantien,
- Innovationsförderung,
- Eurostars und internationale Innovationsprojekte,
- Startup- und Accelerator-Programme,
- Digitalisierungsvoucher,
- Interreg-Projekte wie EmBRACE,
- Finanzierung für Wachstum und Inklusion.
Der Mikro-Zajam za rast i uključenost, also Mikro-Kredit für Wachstum und Inklusion, richtet sich an Kleinst- und kleine Unternehmen. Die Kreditsumme liegt zwischen 1.000 Euro und 25.000 Euro. Für kleine Gründer kann das ein realistischerer Einstieg sein als ein großer Zuschuss.
Geeignete Vorhaben können sein:
- kleiner Dienstleistungsbetrieb,
- Werkstatt,
- IT-Ausstattung,
- Maschinen und Geräte,
- lokaler Service,
- digitale Geschäftsidee,
- Kreativwirtschaft,
- Tourismus-nahe Dienstleistung,
- kleine Produktion,
- nachhaltige Produkte.
HBOR: Entwicklungsbank für größere Projekte
HBOR ist die kroatische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Für größere Investitionen, Unternehmen, Export, Innovation, Digitalisierung, grüne Transformation, Landwirtschaft oder öffentliche Projekte kann HBOR interessant sein.
2026 wurden neue Programme für Investitionen in digitale Transformation, grüne Transformation sowie Verteidigung und Sicherheit gestartet. Zusätzlich wurden über HBOR und HAMAG-BICRO neue Finanzinstrumente für Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung und ländliche Entwicklung vorgestellt.
HBOR ist besonders interessant für:
- größere Investitionen,
- Produktion,
- Export,
- grüne Transformation,
- digitale Transformation,
- Landwirtschaft und Verarbeitung,
- Tourismusinvestitionen,
- öffentliche Infrastruktur,
- kommunale Projekte,
- Unternehmenswachstum.
Wichtig: HBOR ist meist Kredit- und Finanzierungslogik, nicht automatisch Zuschuss. Aber günstige Kredite, Garantien oder Zinsvorteile können für ein Projekt sehr wertvoll sein.
Tourismus 2026: Grüne und digitale Transformation als Riesenthema
Kroatien lebt stark vom Tourismus. Gleichzeitig will das Land den Tourismus nachhaltiger, digitaler, hochwertiger und ganzjähriger machen. Genau hier entstehen Förderchancen.
Das kroatische Ministerium für Tourismus und Sport hat 2026 den öffentlichen Aufruf „Konkurentnost turističkog gospodarstva 2026 – Zelena i digitalna tranzicija poduzetnika u turizmu“ veröffentlicht. Das Gesamtbudget liegt bei 3.403.640 Euro.
Die Maßnahmen betreffen unter anderem:
- Hotels,
- OPG beziehungsweise landwirtschaftliche Familienbetriebe,
- Touristische Agenturen,
- Schiffe beziehungsweise Boote im nautischen Tourismus,
- Ladestationen für das Label „Vaš domaćin / Local Host“.
Förderfähig können je nach Maßnahme sein:
- Energieeffizienz,
- Digitalisierung,
- nachhaltige Ausstattung,
- Kreislaufwirtschaft,
- grüne Transformation,
- digitale Buchungs- oder Verwaltungssysteme,
- Verbesserung touristischer Qualität,
- Innovation im Tourismus,
- Ladestationen,
- Modernisierung touristischer Angebote.
Für Deutsche mit Kroatien-Traum ist Tourismus emotional am stärksten: Pension, Ferienhausbetreuung, Bootstour, Wein- oder Oliven-Erlebnis, Retreat, Radreise, Naturtourismus, Tauchschule, Inselerlebnis oder nachhaltige Unterkunft. Aber genau hier ist die Regulierung streng. Ferienvermietung, Gastronomie, Reiseleitung, Boote und touristische Nutzung brauchen saubere Genehmigungen.
Tourismus-Ideen mit Förderpotenzial
Förderstarke Tourismusideen in Kroatien können sein:
- nachhaltige kleine Unterkunft,
- energieeffizientes Boutique-Hotel,
- Agrotourismus auf dem Land,
- Olivenöl- oder Wein-Erlebnis,
- Lavendel-Finca mit Führungen,
- Bootstouren mit grüner Modernisierung,
- Fahrrad- und Wandertourismus,
- barrierefreier Tourismus,
- digitale Buchungsplattform,
- regionale Erlebnisangebote,
- kulinarische Reisen,
- ganzjähriger Gesundheitstourismus,
- Retreats und Seminare,
- Öko-Camping oder Glamping,
- Renovierung historischer Gebäude mit touristischer Nutzung.
Schwache Chancen haben dagegen rein private Ferienwohnungen ohne Projektcharakter, nicht genehmigte Vermietung oder reine Immobilien-Spekulation.
Investitionsanreize: Für größere Unternehmer besonders wichtig
Kroatien hat Investitionsanreize nach dem Investment Promotion Act. Sie richten sich an Investitionsprojekte in bestimmten Bereichen wie Produktion, Entwicklung und Innovation, Business Support und hochwertige Dienstleistungen.
Interessant sind diese Anreize für:
- Produktion,
- Fertigung,
- Innovation,
- Forschung und Entwicklung,
- Software- und ICT-Zentren,
- Business-Support-Center,
- hochwertige Dienstleistungen,
- Modernisierung von Prozessen,
- Investitionen mit neuen Arbeitsplätzen.
Je nach Projekt können steuerliche Entlastungen, Unterstützung für neue Arbeitsplätze, Ausbildung, Modernisierung oder regionale Investitionsbeihilfen relevant sein. Für kleine private Auswanderer ist das meist zu groß. Für Unternehmer, die in Kroatien wirklich investieren wollen, ist es aber ein zentraler Weg.
Landwirtschaft: Oliven, Wein, Lavendel, Honig, Feigen und Finca-Traum
Kroatien ist nicht nur Meer. Für viele Deutsche ist gerade das ländliche Kroatien spannend: Istrien, Dalmatien, Slavonien, Inseln, Hinterland, alte Höfe, Olivenhaine, Weinberge, Kräuter, Lavendel, Feigen, Honig, Ziegen, Schafe, Käse, kleine Fincas und regionale Produkte.
Die Landwirtschaft wird über den kroatischen CAP Strategic Plan 2023–2027, EU-Agrarfonds und nationale Beiträge unterstützt. Der Plan fokussiert unter anderem junge und kleine Landwirte, Investitionen, Tierwohl, Umwelt, ländliche Entwicklung und Innovation.
Mögliche Förderthemen sind:
- junge Landwirte,
- kleine Betriebe,
- Investitionen in landwirtschaftliche Betriebe,
- ökologische Landwirtschaft,
- Tierwohl,
- Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte,
- Direktvermarktung,
- Olivenöl,
- Wein,
- Lavendel und Kräuter,
- Honig und Imkerei,
- Ziegen- und Schafhaltung,
- Käseproduktion,
- Obst und Gemüse,
- Bewässerung und Wassermanagement,
- Agrotourismus,
- LEADER-Projekte im ländlichen Raum.
Wichtig: Landwirtschaftsförderung funktioniert nicht wie ein Hobbyzuschuss. Man braucht oft registrierten Betrieb, Flächen, Nachweise, wirtschaftlichen Plan, Einhaltung von Standards, Antrag über zuständige Stellen und häufig Vorfinanzierung.
Olivenöl als Lebenstraum: Möglich, aber nur mit echtem Betrieb
Olivenöl aus Istrien oder Dalmatien ist für viele ein Traumprodukt. Förderfähig kann ein Olivenprojekt sein, wenn es landwirtschaftlich und wirtschaftlich sauber aufgebaut wird.
Mögliche Bausteine:
- Olivenhain kaufen oder pachten,
- landwirtschaftlichen Betrieb registrieren,
- Pflege und Modernisierung,
- Bio-Zertifizierung prüfen,
- Bewässerung und Ressourceneffizienz,
- Ernte- und Verarbeitungstechnik,
- Direktvermarktung,
- eigene Marke,
- Tourismus-Erlebnis mit Verkostung,
- Export nach Deutschland,
- LEADER oder Agrarförderung prüfen.
Ein paar Olivenbäume am Ferienhaus werden aber nicht automatisch gefördert. Förderfähig wird es erst als echtes landwirtschaftliches oder touristisch-wirtschaftliches Projekt.
Lavendel, Kräuter und Naturprodukte
Kroatien eignet sich in bestimmten Regionen für Lavendel, Kräuter, Naturkosmetik, ätherische Öle, Honig, Feigen, Mandeln, Wein und regionale Spezialitäten. Das passt gut zu Direktvermarktung, Tourismus und Online-Verkauf.
Förderlogisch interessant sind:
- ökologische Landwirtschaft,
- kleine Verarbeitung,
- Verpackung und Markenaufbau,
- Direktvermarktung,
- Hofladen,
- Workshops,
- Agrotourismus,
- Export,
- Digitalisierung,
- regionale Entwicklung,
- LEADER.
Besonders stark wird das Konzept, wenn Landwirtschaft, Erlebnis, Marke, Tourismus und Online-Vertrieb zusammenkommen.
Fischerei, Aquakultur und Blue Economy
Kroatien hat eine lange Küste, Inseln und eine starke maritime Identität. Für Menschen mit Meer-, Boot- oder Fischerei-Idee ist der European Maritime, Fisheries and Aquaculture Fund wichtig. Das kroatische Programm 2021–2027 hat ein Gesamtvolumen von rund 348 Millionen Euro, davon 243,6 Millionen Euro EU-Beitrag.
Förderfähig können je nach Maßnahme sein:
- nachhaltige Fischerei,
- Aquakultur,
- Fischzucht,
- Muscheln,
- Algenprojekte,
- Verarbeitung von Fischereiprodukten,
- Innovation in Aquakultur,
- Energieeffizienz in Fischerei,
- Hafeninfrastruktur,
- Qualität und Vermarktung,
- maritime Kreislaufwirtschaft,
- Blue Economy,
- kleine Küstengemeinden,
- Fischerei und Tourismus.
Für Deutsche ist dieser Bereich anspruchsvoll, aber spannend. Ein Boot kaufen und Touren anbieten ist noch keine Fischereiförderung. Eine genehmigte Aquakultur, Algenzucht, nachhaltige Verarbeitung oder maritime Innovation kann dagegen Förderpotenzial haben.
Inseln: Kroatiens Förder-Geheimtipp
Kroatien hat viele Inseln. Genau deshalb gibt es eigene Inselprogramme. Das Ministerium für regionale Entwicklung und EU-Fonds führt Programme zur Entwicklung der Inseln durch. Für 2026 gab es einen öffentlichen Aufruf für das Programm zur Inselentwicklung; die konkrete Frist lag von 12. Januar bis 13. Februar 2026. Solche Programme richten sich häufig eher an öffentliche oder lokale Träger, zeigen aber die starke politische Bedeutung der Inselentwicklung.
Förderthemen auf Inseln können sein:
- Wasser- und Energieversorgung,
- öffentliche Infrastruktur,
- lokale Wirtschaft,
- Inselprodukte,
- Zivilgesellschaft auf Inseln,
- digitale Dienste,
- nachhaltiger Tourismus,
- Abfall und Kreislaufwirtschaft,
- Mobilität,
- Häfen,
- Gesundheit und soziale Dienste,
- Bildung,
- Kultur,
- Smart Islands,
- erneuerbare Energien.
Für Auswanderer ist besonders spannend: Inseln brauchen nicht nur Touristen, sondern echte Dienstleistungen, Versorgung, Digitalisierung, lokale Produkte, Pflege, Handwerk, Reparatur, Bildung, Energie und nachhaltige Geschäftsmodelle.
Kroatische Inselprodukte: Lokale Produkte als Geschäftsmodell
Ein starkes Thema sind kroatische Inselprodukte. Wer auf Hvar, Brač, Korčula, Vis, Pag, Cres, Krk, Rab oder anderen Inseln ein echtes lokales Produkt entwickelt, kann über regionale Programme, Tourismus, Landwirtschaft, LEADER, Direktvermarktung oder Inselinitiativen Chancen haben.
Geeignete Produkte:
- Olivenöl,
- Wein,
- Lavendel,
- Kräuter,
- Honig,
- Käse,
- Feigen,
- Mandeln,
- Meersalz,
- Naturkosmetik,
- Keramik,
- Textilien,
- Kunsthandwerk,
- lokale Lebensmittel,
- digitale Vermarktung regionaler Anbieter.
Die beste Idee ist nicht nur ein Produkt, sondern eine Geschichte: Herkunft, Insel, Qualität, Nachhaltigkeit, Erlebnis, Direktvertrieb und Verbindung zum deutschen Markt.
Digitales Kroatien: Software, Agentur, KI, Remote Work und Startups
Für Deutsche mit digitaler Kompetenz ist Kroatien besonders interessant. Man kann EU-rechtlich einfacher dort leben und arbeiten, hat schöne Orte, gute Städte wie Zagreb, Split, Rijeka, Zadar oder Osijek und kann digitale Dienstleistungen für internationale Kunden anbieten.
Förderfähig können sein:
- Softwareentwicklung,
- IT-Beratung,
- KI-Dienstleistungen,
- Tourismusplattformen,
- digitale Buchungssysteme,
- E-Commerce,
- Webdesign,
- Online-Marketing,
- Cybersecurity,
- Cloud-Services,
- digitale Schulungen,
- EdTech,
- HealthTech,
- Agritech,
- MaritimeTech,
- Smart Tourism,
- digitale Lösungen für Gemeinden und Inseln.
Passende Förderwege können HZZ grün/digital, HAMAG-BICRO, HBOR, EU-Innovationsprogramme, Eurostars, Horizon Europe, Digital Europe oder regionale Programme sein.
Digital Nomads: Aufenthalt ja, Förderung meistens nein
Kroatien ist bekannt für sein digitales Nomaden-Aufenthaltsmodell. Dieses richtet sich vor allem an Nicht-EU-Staatsangehörige, die remote für ausländische Arbeitgeber oder Kunden arbeiten. Für Deutsche ist das meist nicht der entscheidende Weg, weil sie als EU-Bürger ohnehin Freizügigkeit haben.
Wichtig ist aber die Einordnung: Digital Nomad sein ist nicht automatisch förderfähig. Wer nur remote für deutsche Kunden arbeitet und in Kroatien lebt, bekommt dafür in der Regel keinen Zuschuss. Förderfähig wird es eher, wenn daraus ein kroatisches Unternehmen, ein digitales Produkt, ein Arbeitsplatz, eine Innovation oder eine lokale Dienstleistung entsteht.
Energie, Photovoltaik und grüne Transformation
Grüne Transformation ist in Kroatien ein großes Förderthema. Das gilt für Unternehmen, Tourismus, öffentliche Einrichtungen, Landwirtschaft und teilweise Gebäude. Über EU-Mittel, RRF, HBOR, fondovieu-Aufrufe und branchenspezifische Programme können Energieeffizienz, Ressourceneffizienz und erneuerbare Energien relevant sein.
Förderfähig können sein:
- Photovoltaik,
- Speicher,
- Energieeffizienz in Unternehmen,
- energetische Sanierung touristischer Gebäude,
- effiziente Kühlung und Heizung,
- Wassereffizienz,
- Ressourceneffizienz,
- Kreislaufwirtschaft,
- Abfallvermeidung,
- grüne Produktionsprozesse,
- emissionsarme Mobilität,
- Ladestationen,
- grüne Modernisierung von Hotels und Unterkünften.
Für Ferienobjekte ist die Abgrenzung wichtig: Private Sanierung wird anders behandelt als betriebliche touristische Nutzung. Wer eine Unterkunft betreibt, muss Genehmigung, Registrierung und Förderfähigkeit sauber prüfen.
Handwerk und Bau: Chancen durch Sanierung, aber nicht immer Zuschuss
Kroatien hat viele alte Häuser, Steinhäuser, Dorfkerne, Küstenimmobilien und historische Gebäude. Daraus entstehen Chancen für Handwerker, Sanierer, Architekten, Energieberater, Bauunternehmen und Dienstleister.
Förderpotenzial gibt es bei:
- energetischer Sanierung,
- denkmalgerechter Sanierung,
- Tourismusimmobilien,
- ländlichen Gebäuden,
- Inselinfrastruktur,
- Barrierefreiheit,
- Brandschutz,
- grüner Baustoffe,
- Solaranlagen,
- Wassermanagement,
- Sanierung für Agrotourismus,
- Werkstätten und lokale Bau-Dienstleistungen.
Wichtig: Der private Kauf eines alten Steinhauses wird selten gefördert. Die Sanierung kann aber förderfähig werden, wenn sie mit Tourismus, Kultur, Denkmal, Energieeffizienz, Dorfentwicklung oder wirtschaftlicher Nutzung verbunden ist.
Kultur, Film, Gaming und Kreativwirtschaft
Kroatien hat starke Städte, Festivals, Filmkulissen, Musik, Kultur, Design, Game-Entwicklung und Kreativszene. Für Kreative gibt es mehrere Förderwege.
Relevant können sein:
- Creative Europe,
- CulturEU Funding Guide,
- kroatische Kulturförderung,
- Croatian Audiovisual Centre,
- Filmproduktion,
- internationale Koproduktion,
- Dokumentarfilm,
- Animation,
- Games,
- Festivals,
- Kulturorte,
- Kulturerbe,
- Kreativwirtschaft,
- digitale Kulturprojekte,
- EU-Kooperationsprojekte.
Das Croatian Audiovisual Centre bietet öffentliche Förderung für Entwicklung, Produktion, Promotion und internationalen Verkauf kroatischer audiovisueller Werke. Für Deutsche mit Film-, Foto-, Medien- oder Gaming-Idee kann Kroatien deshalb ein spannender Standort sein – besonders, wenn lokale Partner beteiligt sind.
Soziale Dienste, Pflege, Bildung und Gesundheit
Ein oft unterschätztes Thema sind soziale Dienste. Kroatien nutzt ESF+-Mittel für Beschäftigung, Qualifizierung, soziale Dienste, Gesundheitsversorgung und Arbeitsmarkt. Das kann relevant sein für Organisationen, Unternehmen oder gemeinnützige Träger.
Förderfähige Projektideen können sein:
- soziale Dienstleistungen im ländlichen Raum,
- Pflege-nahe Angebote,
- Betreuung älterer Menschen,
- digitale Gesundheitsdienste,
- Bildung und Weiterbildung,
- Sprach- und Integrationsangebote,
- Inklusion,
- Jugendprojekte,
- Arbeitsmarktintegration,
- soziale Innovation,
- Community-Angebote auf Inseln.
Für private Einzelpersonen ist dieser Bereich schwierig. Für Vereine, soziale Unternehmen, Bildungsträger oder Kooperationen mit Gemeinden kann er sehr interessant sein.
Interreg: Grenzregionen, Adria und Kooperation
Interreg-Programme fördern grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Für Kroatien sind Programme mit Italien, Slowenien, Ungarn, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und dem Adriaraum interessant.
Projektideen:
- Adria-Tourismus,
- Küstenschutz,
- Blue Economy,
- Maritime Innovation,
- Kulturerbe,
- Mobilität,
- Rad- und Wanderrouten,
- Umwelt und Biodiversität,
- Fischerei und Aquakultur,
- SME-Kooperation,
- grenzüberschreitende Produkte,
- gemeinsame Kulturprojekte.
Interreg ist selten der einfachste Einstieg für eine einzelne Privatperson. Es ist aber stark für Kooperationen, Vereine, Kommunen, Forschung, Tourismusakteure und kleine Unternehmen mit Partnern in Nachbarländern.
100 Themen, die in Kroatien förderfähig sein können
Kroatien bietet nicht eine einzige Förderidee, sondern viele mögliche Themen. Diese Liste zeigt, woran man denken kann:
- Selbstständigkeit,
- grüne Selbstständigkeit,
- digitale Selbstständigkeit,
- Softwareentwicklung,
- KI-Dienstleistungen,
- Webdesign,
- Online-Marketing,
- Tourismusplattform,
- E-Commerce,
- nachhaltige Unterkunft,
- Hotelmodernisierung,
- Ferienhaus-Service,
- Agrotourismus,
- Rural Tourism,
- Bootstouren,
- nautischer Tourismus,
- Tauchschule,
- Segelangebote,
- Radreisen,
- Wandertourismus,
- Nationalpark-nahe Angebote,
- barrierefreier Tourismus,
- Gesundheitstourismus,
- Retreats,
- Yoga und Seminare,
- kulinarische Reisen,
- Weintourismus,
- Olivenöl-Erlebnis,
- Lavendel-Finca,
- Honig und Imkerei,
- Ziegenkäse,
- Schafhaltung,
- ökologische Landwirtschaft,
- junge Landwirte,
- kleine landwirtschaftliche Betriebe,
- Obst und Gemüse,
- Feigen,
- Mandeln,
- Kräuter,
- Naturkosmetik,
- Verarbeitung regionaler Produkte,
- Direktvermarktung,
- Hofladen,
- Inselprodukte,
- LEADER-Projekte,
- Dorfentwicklung,
- alte Häuser und Steinhäuser,
- denkmalgerechte Sanierung,
- Kulturerbe,
- Kulturcafé,
- Atelierhaus,
- Filmproduktion,
- Dokumentarfilm,
- Gaming,
- Animation,
- Fotografie,
- Musikfestival,
- Kulturfestival,
- digitale Kultur,
- Meeresbiologie,
- Aquakultur,
- Algenzucht,
- Fischverarbeitung,
- Muschelzucht,
- Blue Economy,
- Hafenservices,
- maritime Technologie,
- Photovoltaik,
- Energiespeicher,
- Energieeffizienz,
- Wasser sparen,
- Abwasser,
- Kreislaufwirtschaft,
- Recycling,
- Reparatur,
- Elektromobilität,
- Ladestationen,
- Smart Islands,
- Coworking auf Inseln,
- digitale Verwaltungslösungen,
- Pflege und Betreuung,
- soziale Dienste,
- Bildungsangebote,
- Sprachschule,
- Ausbildung im Tourismus,
- Weiterbildung,
- Frauen- und Jugendgründungen,
- Rückkehrerprogramme,
- Export nach Deutschland,
- Internationalisierung,
- Startups,
- Forschung und Entwicklung,
- Industrie 4.0,
- Business-Support-Center,
- Produktion,
- Handwerk,
- Bau und Sanierung,
- lokale Versorgung auf Inseln,
- Gemeinschaftsprojekte,
- Interreg-Kooperationen.
Welche Regionen sind besonders spannend?
Istrien
Istrien ist stark für Olivenöl, Wein, Gastronomie, hochwertige Ferienimmobilien, Kultur, Rad- und Genussreisen, Kreativwirtschaft und deutsche Zielgruppen. Förderlogisch interessant sind Tourismus, Landwirtschaft, Energieeffizienz, Kultur und regionale Produkte.
Dalmatien
Dalmatien ist stark für Küste, Inseln, Bootstourismus, Wein, Oliven, alte Steinhäuser, Tourismus, Kultur und Gastronomie. Hier sind touristische Genehmigungen, Saisonabhängigkeit und Immobilienpreise besonders wichtig.
Kvarner und Inseln
Krk, Cres, Lošinj, Rab und die Kvarner-Region sind spannend für Inselprodukte, Tourismus, Gesundheit, Natur, Energie, maritime Projekte und LEADER-nahe Vorhaben.
Slawonien
Slawonien ist weniger klassisches Traumziel am Meer, aber fördertechnisch stark für Landwirtschaft, Lebensmittel, Produktion, ländliche Entwicklung, junge Landwirte, Handwerk, Industrie und günstige Flächen.
Zagreb, Split, Rijeka, Zadar und Osijek
Diese Städte sind interessant für digitale Unternehmen, Startups, Bildung, Kultur, Kreativwirtschaft, IT, Forschung, Film, Agenturen und Dienstleistung.
Was wird eher nicht gefördert?
- privater Umzug nach Kroatien,
- private Miete,
- Lebenshaltungskosten,
- privater Hauskauf,
- Ferienhaus ohne genehmigte wirtschaftliche Nutzung,
- bereits begonnene Investitionen,
- Schwarzvermietung,
- nicht genehmigte Gastronomie,
- Hobby-Landwirtschaft ohne Betrieb,
- ein Boot für private Nutzung,
- Tourismus ohne Registrierung,
- Immobilienhandel ohne Förderlogik,
- Projekte ohne Eigenmittel,
- Projekte ohne Businessplan,
- Projekte ohne kroatische Rechts- oder Steuerstruktur,
- reine Auswanderungswünsche.
Praxisbeispiele
Beispiel 1: Digitale Agentur in Split
Ein deutscher Webdesigner zieht nach Split und gründet dort eine digitale Agentur. Er prüft EU-Aufenthaltsregistrierung, OIB, kroatische Selbstständigkeit, HZZ-Förderung grün/digital, HAMAG-BICRO-Kredit, Website- und Softwarekosten sowie Kunden in Deutschland und Kroatien. Weil er digitale Dienstleistungen erbringt, ist die Förderlogik stärker als bei einem reinen Ferienhausprojekt.
Beispiel 2: Olivenöl-Projekt in Istrien
Eine Familie möchte einen kleinen Olivenhain übernehmen, Olivenöl erzeugen, Verkostungen anbieten und nach Deutschland verkaufen. Förderwege können Landwirtschaft, Verarbeitung, Direktvermarktung, LEADER, Tourismus und Internationalisierung sein. Entscheidend sind registrierter Betrieb, Flächen, Genehmigungen und realistische Vermarktung.
Beispiel 3: Agrotourismus in Dalmatien
Ein alter Hof im Hinterland soll zu einer kleinen Unterkunft mit Kräutergarten, Wein, Kochkursen und Naturerlebnis werden. Förderfähig können touristische grüne und digitale Investitionen, Agrarförderung, LEADER, Energieeffizienz und lokale Programme sein. Der private Hauskauf allein wird nicht gefördert.
Beispiel 4: Bootstour mit grüner Modernisierung
Ein Unternehmer möchte nachhaltige Bootstouren anbieten. Förderfähig kann nicht der private Bootstraum sein, sondern eine genehmigte touristische Tätigkeit mit digitaler Buchung, Energieeffizienz, Sicherheitsstandards, Qualitätsverbesserung oder grüner Modernisierung.
Beispiel 5: Algen- oder Muschelzucht
Ein Gründer interessiert sich für Aquakultur. Kroatien hat über EMFAF Fördermittel für Fischerei und Aquakultur. Förderfähig kann eine nachhaltige, genehmigte, fachlich geplante Aquakultur sein. Ohne Genehmigung, Fläche, Umweltprüfung und Fachwissen ist das nicht realistisch.
Beispiel 6: Kulturort in einem alten Steinhaus
Ein Verein oder soziales Unternehmen will ein altes Gebäude als Kultur-, Atelier- und Begegnungsort nutzen. Denkbar sind Kulturförderung, LEADER, lokale Zuschüsse, Creative Europe oder CulturEU-Programme. Entscheidend ist der öffentliche Nutzen, nicht die private Renovierung.
Die beste Strategie für Deutsche
Wer Kroatien als Lebenstraum sieht, sollte nicht zuerst ein Haus kaufen. Besser ist diese Reihenfolge:
- Region und Ziel realistisch auswählen.
- Mindestens außerhalb der Hauptsaison mehrere Wochen vor Ort verbringen.
- Lokale Nachfrage prüfen.
- Geschäftsmodell schriftlich formulieren.
- Rechtsform und Steuerstatus klären.
- OIB, Wohnsitz und Registrierung prüfen.
- Genehmigungen prüfen.
- Förderprogramme und Fristen sammeln.
- Lokalen Steuerberater oder Förderberater einbinden.
- Businessplan und Kostenplan erstellen.
- Antrag vor Investitionsbeginn stellen.
- Bewilligung oder Förderfähigkeit abwarten.
- Erst danach investieren.
Der wichtigste Satz lautet: Nicht der Ort wird gefördert, sondern das Projekt.
Checkliste: Kroatien-Förderungen 2026
- EU-Aufenthalts- und Registrierungsfragen prüfen.
- OIB beantragen.
- Steuerwohnsitz prüfen.
- Deutsche Steuerfolgen prüfen.
- Geschäftsmodell festlegen.
- Branche prüfen.
- Förderfähige Tätigkeit bestimmen.
- HZZ-Selbstständigenförderung prüfen.
- HZZ grün/digital prüfen.
- HAMAG-BICRO prüfen.
- HBOR prüfen.
- Tourismusförderung prüfen.
- Landwirtschaft und CAP prüfen.
- Fischerei und Aquakultur prüfen.
- LEADER prüfen.
- Inselprogramme prüfen.
- Kultur- und Kreativförderung prüfen.
- Investitionsanreize prüfen.
- PV, Energie und grüne Transformation prüfen.
- Interreg prüfen, wenn Partnerprojekt möglich ist.
- Antrag vor Beginn stellen.
- Eigenanteil und Vorfinanzierung planen.
- Alle Rechnungen und Nachweise sauber dokumentieren.
Häufige Fehler bei Kroatien-Förderungen
- Man sucht Geld für Auswanderung statt für ein Projekt.
- Man kauft zuerst ein Haus und sucht danach Förderung.
- Man verwechselt private Ferienvermietung mit genehmigtem Tourismusbetrieb.
- Man unterschätzt kroatische Bürokratie.
- Man verlässt sich auf deutsche Regeln.
- Man plant ohne OIB, Steuerberater und Buchhaltung.
- Man startet vor Antragstellung.
- Man verpasst kroatische Fristen.
- Man plant Landwirtschaft als Hobby statt als Betrieb.
- Man unterschätzt Wasser, Energie und Infrastruktur auf Inseln.
- Man verwechselt Kredit mit Zuschuss.
- Man ignoriert Eigenanteil und Vorfinanzierung.
- Man hat keinen belastbaren Businessplan.
- Man plant nur für die Sommersaison.
- Man unterschätzt lokale Konkurrenz.
- Man denkt nicht an deutsche Steuerfolgen.
Rechtssichere Einordnung
Kroatien-Förderungen, EU-Fonds, HZZ-Zuschüsse, HAMAG-BICRO-Kredite, HBOR-Finanzierungen, Tourismusprogramme, Agrarförderung, Fischerei- und Aquakulturförderung, Inselprogramme, LEADER, Interreg, Kulturförderung, Investitionsanreize, Steuerrecht, Aufenthaltsrecht, Sozialversicherung, Genehmigungen, Förderquoten, Eigenanteile, Fristen und Förderfähigkeit ändern sich regelmäßig. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht automatisch. Viele Programme stehen unter Haushaltsvorbehalt, Einzelfallprüfung und vollständiger Antragstellung.
Dieser Artikel bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer-, Auswanderungs-, Fördermittel-, Unternehmens-, Landwirtschafts-, Tourismus-, Immobilien-, Versicherungs-, Sozialversicherungs- oder Finanzierungsberatung. Vor Umzug, Gründung, Immobilienkauf, Investition, Förderantrag oder Aufnahme einer Tätigkeit in Kroatien sollten offizielle Stellen und qualifizierte Berater in Kroatien und Deutschland einbezogen werden.
Fazit: Kroatien kann ein Lebenstraum werden – aber Förderung gibt es nur mit echtem Projekt
Kroatien bietet 2026 sehr viele Fördermöglichkeiten. Nicht für den privaten Traum vom Haus am Meer, aber für echte Projekte: Selbstständigkeit, digitale Geschäftsmodelle, grüner Tourismus, Olivenöl, Wein, Lavendel, Landwirtschaft, Aquakultur, Inselentwicklung, Kultur, Film, Energie, Innovation, Produktion, Handwerk und soziale Dienste.
Für Deutsche ist Kroatien besonders attraktiv, weil es EU-Land ist, mit Euro, Freizügigkeit, hoher Lebensqualität und vielen regionalen Entwicklungsthemen. Gleichzeitig ist die Förderlandschaft komplex. Wer erfolgreich sein will, braucht einen konkreten Plan, lokale Beratung, saubere Registrierung, Eigenkapital und Geduld.
Der beste Satz für dieses Thema lautet: Kroatien bezahlt nicht Ihren Traum. Aber wenn Ihr Traum ein echtes Projekt wird, kann Kroatien Fördermittel, Kredite, EU-Programme und Investitionsanreize bieten.
Weitere Grundlagen finden Sie im Fördermittellexikon, im Artikel Top 10 Förderungen für Existenzgründer, im Ratgeber Förderungen für Privatpersonen, im Bereich Häufig gestellte Fragen und im Bereich News.
Häufige Fragen zu Kroatien-Förderungen 2026
Gibt es Geld, wenn ich nach Kroatien auswandere?
Nicht für die private Auswanderung. Förderfähig können aber Selbstständigkeit, Gründung, Investitionen, Tourismus, Landwirtschaft, Digitalisierung, Energie, Kultur, Fischerei, Aquakultur oder Inselprojekte sein.
Können Deutsche in Kroatien ein Unternehmen gründen?
Ja. Als EU-Bürger können Deutsche grundsätzlich in Kroatien arbeiten, selbstständig tätig sein und ein Unternehmen gründen. Aufenthaltsregistrierung, OIB, Steuern, Sozialversicherung und Rechtsform müssen trotzdem geklärt werden.
Gibt es Zuschüsse für Selbstständige in Kroatien?
Ja, über HZZ gibt es 2026 Selbstständigenförderungen für arbeitslos gemeldete Personen in Kroatien. Je nach Tätigkeit und Rechtsform sind bis zu 7.000 Euro, 10.000 Euro, 15.000 Euro oder bei grün/digital bis zu 20.000 Euro möglich.
Gibt es Förderung für Tourismus in Kroatien?
Ja. 2026 gibt es unter anderem das Programm „Konkurentnost turističkog gospodarstva“ für grüne und digitale Transformation im Tourismus mit über 3,4 Millionen Euro Gesamtbudget. Betroffen sind unter anderem Hotels, landwirtschaftliche Familienbetriebe, touristische Agenturen, nautischer Tourismus und Local-Host-Ladestationen.
Gibt es Förderung für Olivenöl, Wein oder Lavendel?
Ja, aber nur als echtes landwirtschaftliches oder wirtschaftliches Projekt. Förderwege können CAP, Agrarinvestitionen, ökologische Landwirtschaft, Verarbeitung, Direktvermarktung, LEADER oder Tourismus sein.
Gibt es Förderung für Ferienwohnungen?
Private Ferienwohnungen werden normalerweise nicht einfach gefördert. Förderfähig kann ein genehmigtes, registriertes, nachhaltiges touristisches Projekt sein, wenn es in ein konkretes Programm passt.
Gibt es Förderung für kroatische Inseln?
Ja. Kroatien hat eigene Programme für Inselentwicklung, Insel-Zivilgesellschaft, Infrastruktur, Smart Islands, lokale Produkte, Tourismus, Energie und regionale Entwicklung. Viele Programme richten sich aber an öffentliche Träger, Vereine oder lokale Projekte.
Gibt es Förderung für Fischerei und Aquakultur?
Ja. Kroatien erhält Mittel aus dem European Maritime, Fisheries and Aquaculture Fund. Förderfähig können nachhaltige Fischerei, Aquakultur, Verarbeitung, Innovation, Blue Economy und maritime Projekte sein.
Ist Kroatien gut für digitale Gründer?
Ja. Digitale Selbstständigkeit, Software, IT, KI, Webdesign, Plattformen und digitale Tourismusanwendungen können interessant sein. Förderwege können HZZ grün/digital, HAMAG-BICRO, HBOR, EU-Innovationsprogramme oder Digitalisierungsprogramme sein.
Was ist der wichtigste erste Schritt?
Der wichtigste erste Schritt ist ein konkreter Businessplan. Danach folgen Insel oder Region, Rechtsform, OIB, Steuerstatus, Genehmigungen, Förderprogramm, Fristen, Eigenkapital und Antragstellung vor Beginn.
Offizielle Quellen und weiterführende Informationen
- Europäische Kommission: Arbeiten in einem anderen EU-Land
- gov.hr: Registrierung des vorübergehenden Aufenthalts für EWR-Staatsangehörige
- EU: 9 Milliarden Euro Kohäsionspolitik für Kroatien 2021–2027
- EU-Kommission: Kroatiens Recovery and Resilience Plan
- HZZ: Selbstständigenförderung 2026
- HZZ: Selbstständigenförderung grün/digital 2026
- HZZ: Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik 2026
- HAMAG-BICRO: Kroatische Agentur für KMU, Innovationen und Investitionen
- HAMAG-BICRO: Mikro-Kredit für Wachstum und Inklusion
- HAMAG-BICRO: Kredite und Finanzierungsinstrumente
- HBOR: Kroatische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung
- HBOR: neue Kreditprogramme für digitale und grüne Transformation 2026
- HBOR: Finanzinstrumente für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung 2026
- Kroatisches Tourismusministerium: Tourismus-Aufrufe 2026
- Kroatisches Tourismusministerium: 3,4 Mio. Euro für grüne und digitale Tourismus-Transformation 2026
- Kroatisches Tourismusministerium: Investitionsförderung im Tourismus
- Invest Croatia: Investitionsanreize
- fondovieu.gov.hr: Unterstützung für energie- und ressourceneffiziente Unternehmensübergänge
- EU-Kommission: Kroatiens GAP-Strategieplan 2023–2027
- EU CAP Network: Kroatien
- Kroatisches Fischereiportal: Programm für Fischerei und Aquakultur 2021–2027
- EU-Kommission: EMFAF-Mittel für Kroatien
- Kroatisches Ministerium für regionale Entwicklung: Programm zur Inselentwicklung 2026
- Kroatien: Förderung der Zivilgesellschaft auf Inseln 2026
- gov.hr: Unterstützung für Projekte von Insel-Zivilgesellschaftsorganisationen
- EU: Creative Europe
- EU: CulturEU Funding Guide
- Croatian Audiovisual Centre: Projektförderung
- Croatian Audiovisual Centre: Internationale Koproduktionsförderung
- Förderdatenbank des Bundes

