Eine Gründung ist aufwendig: Es braucht Planung (z. B. ein tragfähiger Businessplan) und meist auch Finanzierung. Genau dafür gibt es in Deutschland mehrere Förderwege – von Beratung über günstige Kredite bis hin zu Zuschüssen und Beteiligungskapital. Als schneller Einstieg wird auf der Seite auch ein kostenloser Fördercheck empfohlen.

1) Beratungsförderung

Gerade am Anfang kann professionelle Beratung (z. B. zur Businessplan-Erstellung) entscheidend sein. Weil Beratung nachweislich die Erfolgschancen erhöht, wird sie staatlich bezuschusst: Ein Teil des Honorars wird übernommen. Passend dazu verweist die Seite auf den Beratungs-/Fördercheck. Mehr Infos gibt es hier.

2) Gründungszuschuss

Für Personen mit ALG I kann der Gründungszuschuss den Start in die Selbstständigkeit absichern. Laut Seite sind bis zu 15 Monate möglich, inklusive einer Pauschale von 300 € zur sozialen Absicherung. Praktisch: Es gibt eine PDF-Checkliste für den Antrag. Mehr Infos gibt es hier.

3) Geförderte Kredite der KfW

Die KfW bietet spezielle Gründerkredite, die typischerweise günstiger verzinst sind als klassische Bankdarlehen, häufig Anlaufjahre ohne Tilgung ermöglichen und teils auch ohne Eigenkapital machbar sind. Weitere Einordnung gibt es über den Finanzierungsbereich der Seite. Mehr Infos gibt es hier.

4) Einstiegsgeld

Wer ALG II bezieht und gründen will, kann Einstiegsgeld bekommen. Die Förderung kann laut Seite bis zu 24 Monate laufen, und die Höhe wird individuell festgelegt. Auch hierfür ist eine Checkliste verlinkt. Mehr Infos gibt es hier.

5) Kostenlose Fördermittelauskunft

Weil es zusätzlich zu den „großen“ Programmen viele regionale Förderprogramme gibt, bietet „Deutschland startet“ laut Seite eine kostenlose telefonische Fördermittelauskunft an – alternativ kann man den Fördercheck ausfüllen, um passende Programme zu finden. Mehr Infos gibt es hier.

6) High-Tech Gründerfonds

Der HTGF investiert seit 2005 gezielt in junge High-Tech-Firmen. Er ist als Public-Private-Partnership aufgestellt (Bund/KfW plus Industriepartner) und bietet neben Kapital auch Netzwerk und Coaching. Details sind auf einer eigenen Unterseite zusammengefasst. Mehr Infos gibt es hier.

7) INVEST – Zuschuss für Wagniskapital

Dieses Programm soll es Start-ups leichter machen, private Investoren zu gewinnen. Laut Seite bekommen Investoren 20 % ihrer Investitionssumme über das BAFA erstattet – das reduziert effektiv ihr Risiko. Voraussetzung ist, dass das Start-up zuvor die Förderfähigkeit beim BAFA beantragt. Mehr Infos gibt es hier.

8) EXIST-Gründerstipendium

EXIST richtet sich an Gründungen aus dem Hochschul- und Forschungsumfeld (Studierende, Absolventen, Wissenschaftler; auch Teams und außeruniversitäre Einrichtungen). Laut Seite gibt es bis zu ein Jahr Unterstützung: bis zu 3.000 € monatlich Lebensunterhalt, bis zu 30.000 € Sachausgaben und 5.000 € für Coaching. Ergänzend ist ein Link speziell für Studierende enthalten. Mehr Infos gibt es hier.

9) Business Angels

Business Angels sind private Investoren, die früh in junge, wachstumsorientierte Unternehmen investieren. Neben Geld bringen sie häufig Know-how und Kontakte ein und erhalten dafür Unternehmensanteile. Die Seite nennt als Anlaufstelle das Business Angels Netzwerk Deutschland. Mehr Infos gibt es hier.

10) Mikromezzaninfonds

Über Mezzaninfinanzierungen kann die Eigenkapitalbasis kleiner Unternehmen bis zu 50.000 € gestärkt werden. Das verbessert oft die Chancen auf weitere Kredite. Zielgruppen sind laut Seite besonders u. a. Ausbildungsbetriebe sowie Gründungen aus Arbeitslosigkeit, von Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund geführte Unternehmen. Mehr Infos gibt es hier.